Grüne regen Flüchtlingsbeauftragten für den Bezirk Süd an

Buchholz..  Mit dem Vorschlag, einen Flüchtlingsbeauftragten für den Duisburger Süden zu benennen, sorgten die Grünen in der Bezirksvertretung Süd am Donnerstag für eine längere Diskussion. Ihr Bezirksvertreter Dr. Sebastian Ritter hatte das Thema angeschnitten.

„Ein solcher Beauftragter sollte das ehrenamtliche Engagement zugunsten der Flüchtlinge anstoßen“, begründete er seinen Vorstoß. Be-zirksamtsleiter Friedhelm Klein wiegelte ab: „Unser Amt für Soziales und Wohnen ist doch sehr kompetent. Die Kollegen dort arbeiten mit Hochdruck und sehr verantwortungsvoll an dem gewaltigen Flüchtlingsproblem.“ Außerdem sei der Bezirk Süd davon nicht so betroffen. Das sah auch CDU-Sprecher Manfred Helten so, zumal die finanziellen Mittel ja denkbar knapp seien.

Bezirksvertreter Hartmut Ploum (SPD) hatte Verständnis für beide Sichtweisen. „Sicherlich wird schon jede Menge unternommen“, erklärte er. „Aber es besteht in der Bevölkerung ein großes Bedürfnis, zu helfen.“ Deshalb sei der Vorschlag der Grünen sinnvoll. „Machen wir uns nichts vor: Es wird dauerhaft bei diesem Flüchtlingszustrom bleiben“, so Ploum weiter. Weil die gesellschaftlichen Konflikte, vor denen die Menschen aus vielen Ländern flüchten würden, nicht gelöst würden.

„Aber es gibt doch Leute, die sich hauptamtlich kümmern“, hielt ihm der Amtsleiter weiterhin entgegen. Außerdem sei die Sache ein stadtweites Problem.

Darauf erwiderte Ploum: „Aber die Bürger kennen diese Ansprechpartner nicht.“ Frauen- und Behindertenbeauftragte hätten in der Vergangenheit wichtige Entwicklungen auf den jeweiligen Gebieten bewirkt. Ob es ein Beauftragter auf Bezirksebene sein muss, das müsse man nachher sehen.

Einen passenden Antrag konnten die Grünen dazu noch nicht vorlegen. Der Punkt wurde außerhalb der Tagesordnung diskutiert.