Große Zustimmung für die Fusion

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Kaßlerfeld..  Sascha Westerhoven war zufrieden. Auf der Jahreshauptversammlung des Kaßlerfelder Bürgervereins im „Haus Kontakt“ wurde nicht nur der Rechenschaftsbericht über die Vereinsarbeit des letzten Jahres einstimmig gebilligt, auch der schon etwas delikatere Tagesordnungspunkt, der die Zusammenführung mit dem Bürgerverein Neuenkamp zum Thema hatte, wurde im Sinne des ersten Vorsitzenden abgehandelt. Immerhin schlug Westerhoven vor, den seit 102 Jahren bestehenden Kaßlerfelder Bürgerverein mit dem des benachbarten Stadtteils Neuenkamp zu vereinigen.

Westerhoven, der seit einigen Jahren auch dem Neuenkamper Bürgerverein vorsteht, erläuterte, dass es wichtig sei für beide Stadtteile, die eine ähnliche Struktur haben, mit einer Stimme zu sprechen. Der Vorsitzende gab zusätzlich zu bedenken, dass der BV Kaßlerfeld trotz seines langen Bestehens kein eingetragener Verein ist („Rechtlich sind wir sowas wie ein Kegelclub“) und er im Zweifelsfall persönlich in Haftung genommen werden kann. „Ich bin nicht länger bereit, dieses Risiko einzugehen“, machte Westerhoven klar, der damit auch die Meinung des gesamten Vorstandes wiedergab.

Heinz Thomas schlug vor, per Test-Abstimmung feststellen zu lassen, ob die Anwesenden mit der Vereinigung der beiden Bürgervereine einverstanden sind. Das sei doch auch ein wichtiges Signal für den Vorstand, begründete der Kaßlerfelder Rentner seinen Vorschlag. Das Ergebnis der daraufhin durchgeführten Probe-Abstimmung war eindeutig. Mit großer Mehrheit – bei einer Enthaltung – stimmten die Mitglieder den Plänen des Vorstands zu.

Auch Hermann Weßlau, der als Vorsitzender des Verbandes der Duisburger Bürgervereine den Ablauf der Veranstaltung verfolgte, sprach sich für die Vereinigung aus. „Es ist wichtig, dass die Kräfte gebündelt werden“, erläuterte Weßlau, „denn die Erwartungen an die Bürgervereine werden immer anspruchsvoller.“ Beispiele dafür seinen Themen wie Umwelt- und Verkehrsprobleme oder auch Probleme im Wohnumfeld. „Von uns wird erwartet, dass wir als kompetente Mittler zwischen Bürger und Verwaltung wirken“, so der Verbandsvorsitzende.

Sascha Westerhoven ist froh, dass demnächst – am Montag muss noch der Neuenkamper Bürgerverein die Pläne absegnen – alles auf rechtlich sicheren Füßen steht. Die Gründungsversammlung des neuen gemeinsamen Bürgervereins findet dann am 24. April im Duisburger Rathaus statt. „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“, schmunzelte Bürgermeister Manfred Osenger, der diese Entscheidung für absolut folgerichtig und logisch hält. „Das Votum war schon eindeutig, die Fusion bringt nur Vorteile“, zeigte sich Osenger, der beide Stadtteile im Rat vertritt, hochzufrieden.