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18.12.2007 | 20:55 Uhr

Teils über Jahre kommen die Teilnehmer in Marions Lorses Näh-Atelier nach Hüttenheim, um in netter Atmosphäre kompetent betreut zu werden

Die Nähmaschine stand so rum. Das Fachwissen fehlte. "Und allein macht es auch nicht so viel Spaß", sagt Rosemarie Lippert. Dann entschloss sie sich, einen Nähkurs zu besuchen. "Und gleich das erste Teil, das ich gemacht habe, ein Kinderpullover, gefiel so gut, dass ich es für meinen Neffen nun noch ein zweites Mal nähe."

Nähkurs, das klingt ein wenig angestaubt. Dabei ist die Stimmung in Marion Lorses Nähatelier an der Mündelheimer Straße blendend. "Ich komme seit vier Jahren einmal in der Woche hierher. Und das nicht zuletzt, weil man sich hier so nett unterhalten kann", erklärt Brigitte van Krimpen. "Außerdem kann man hier jederzeit fragen, wenn man mit einer Sache nicht weiterkommt und bekommt kompetente Hilfe. So schaffe ich Sachen, die ich zu Hause allein nie hinbekommen würde."

Dabei ist der Kurs kein Kurs im herkömmlichen Sinne. Kein festes Konzept, nach dem Knopflöcher gearbeitet und Reißverschlüsse eingesetzt werden. "Wir können uns selbst aussuchen, was wir nähen wollen und bekommen immer genau dann Hilfe von Marion Lorse, wenn wir sie brauchen", sagt van Krimpen. "Ich habe vor Jahren mal einen anderen Kurs besucht. Da kam man mit seinen Fragen in manchen Stunden gar nicht dran." Was für die kleinen Gruppen (maximal sechs Teilnehmerinnen) in Marion Lorses Atelier spreche.

Kinderpullover und aufwändig abgesteppte Westen sind in Arbeit, Fleece-Pullover und Damenjacken werden genäht. Marion Lorse geht von Platz zu Platz und gibt Ratschläge, fasst auch schon mal selbst mit an.

Die "nette Runde", in der man sich wöchentlich treffe, biete noch weitere Vorteile: "Man ist zu Hause raus und nimmt sich Zeit fürs Nähen. Zu Hause, mit zwei kleinen Kindern, habe ich diese Ruhe einfach nicht. Da kommt immer etwas anderes dazwischen", erklärt Andrea Ternes, die seit zwei Jahren dabei ist. Zudem könne man Nähmaschinen nutzen, die es zu Hause nicht gebe, müsse man nicht Bügelbrett und alle benötigten Näh-Utensilien aufbauen, "denn das steht alles hier und kann mit benutzt werden", sagt Brigitte van Krimpen.

Wie gut oder schlecht Marion Lorses Angebot bewertet wird, zeigt sich übrigens in ziemlich kurzen Zeitabständen: "Ein Kurs dauert sechs Wochen. Danach können sich die Teilnehmer dann entscheiden, ob sie weiterhin kommen wollen.

Wenn nicht, rückt jemand anderes von der Warteliste nach", erklärt die Schneidermeisterin, die im Januar aufgrund der großen Nachfrage weitere Nähkurse in Hüttenheim startet.

Von Claudia Pospieszny

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