Gemeindecaritas im Süden vor dem Neuaufbau

Süd..  Die Gemeindecaritas in der katholischen Großpfarrei St. Judas Thaddäus will ihre Arbeit neu organisieren, sich verjüngen und dafür neue Ehrenamtliche für ein Engagement gewinnen. Ein erstes Treffen zu diesem Thema wird es am Dienstag, 25. August, um 17 Uhr entweder im Karl-Martin Haus in Buchholz oder im Caritas-Zentrum-Süd an der Sittardsberger Allee geben. „Dazu werden wir bald einladen“, kündigt Horst Ambaum, Mitarbeiter der Caritas im Duisburger Süden, an.

Die Gemeindearbeit der Caritas sei in die Jahre gekommen, konstatiert Ambaum. Auf mehr als eine Handvoll Mitarbeiterinnen bringe es kaum noch eine Gemeinde. „Diese verdienten Ehrenamtlichen wollen wir in einem Caritas-Gottesdienst gebührend verabschieden. Sie sollen in Ruhe gehen können.“

Vielversprechende Anfänge eines Neuaufbaus, etwa durch die Gruppe „Nah dran“ in der Huckinger Gemeinde St. Peter und Paul gelte es in anderen Gemeinden anzustoßen und dazu neue Ehrenamtliche zu gewinnen, um eine einheitliche Struktur aufzubauen. Not entdecken und angemessen helfen – das soll das Leitmotiv sein für das Engagement, erklärt Horst Ambaum: „Es ist schließlich der Auftrag der katholischen Kirche, Gutes zu tun.“

Dabei gelte es zunächst, Netzwerke aufzubauen und zu nutzen, Ressourcen in den Stadtteilen zu erkennen. „Wir wollen keine hilflosen Helfer werden.“ Die Verbindung zwischen Ehrenamt und professionellen, bereits vorhandenen Strukturen wie Alten- und Jugendhilfen, Schuldnerberatung müsse in der Gemeinde-Caritasarbeit gestärkt werden. „Die Ehrenamtlichen müssen wissen, an wen sie vermitteln können.“

Ein Engagement der Caritas in der Flüchtlingshilfe sieht Horst Ambaum als eine der großen aktuellen Aufgaben. Eine Kontaktaufnahme zwischen der Huckinger Kirchengemeinde und den Menschen in der Unterkunft an der Kaiserswerther Straße sei im Juli geplant, berichtet Ambaum. Einen Beitrag, so findet er, sollten die Kirchengemeinden im Süden leisten zur Integration der Flüchtlinge aus Krisengebieten, die voraussichtlich für lange Zeit in Duisburg bleiben werden. Horst Ambaum: „Wir müssen versuchen, an sie heranzukommen, auch wenn das nach der Unterbringung in Wohnungen schwerer fällt.“