Geisterbahnhof: Eine Knöllchen-Falle weniger
30.10.2009 | 11:18 Uhr 2009-10-30T11:18:00+0100An der Hermann-Spillecke-Straße, südlich vom Steinhof, darf jetzt offiziell geparkt werden
Es lässt sich doch noch etwas bewegen. Diese Erfahrung machte jetzt Leser Wolfgang Ropertz aus Großenbaum. Im vorigen Dezember hatte er sich südlich vom Steinhof ein „Knöllchen” eingefangen: „Parken auf dem Gehweg” hatte man ihm vorgeworfen, als er den Weihnachtsmarkt im Steinhof besucht hatte. Seinen Wagen hatte er unter dem „Geisterbahnhof”, neben den dortigen Altglascontainern, abgestellt – wie viele andere Besucher auch. Rechtlich handelte es sich dort tatsächlich um Gehweg, denn es fehlte das „P”- Zeichen. Tatsächlich freilich endete der „Weg” im Gebüsch. Ropertz zahlte zähneknirschend das Verwarnungsgeld. Aber gleichzeitig regte er bei Bezirksbürgermeister Arno Müller an, doch bitte noch das fehlende Parkplatz-Kennzeichen dort anzubringen,um die ohnehin knappen Parkplätze am Steinhof nicht noch weiter einzuschränken. „Anfang April hatte es sogar einen Ortstermin mit Bezirksamtsleiter Friedhelm Klein gegeben”, berichtet der ehemalige Parksünder. Und mit Freude nahm Wolfgang Ropertz jetzt zur Kenntnis, dass die Stadt vor einer Woche nicht nur das besagte Schild angebracht hat, sondern gleich dreimal drei Stellplätze auf der Pflasterfläche markiert hat. „Was 15 Euro doch bewirken können”, feixt der Großenbaumer. Und fügt hinzu: „Es ging mir nicht ums Geld, sondern ums Prinzip.”
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