Fußball spielen wie im Urlaub am Freibad Wolfssee

Im Halbfinale setzte sich Team Paradiso (in Grün) gegen die Bengalischen Tiger durch.
Im Halbfinale setzte sich Team Paradiso (in Grün) gegen die Bengalischen Tiger durch.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Sieger der zweiten Stadtmeisterschaft im Beach-Soccer steht fest. Im Sand stand der Spaß im Vordergrund – trotzdem war der Ehrgeiz der Teams dieses Jahr groß.

Wedau..  Die Sonne strahlt, und auf dem Thermometer ist die 30-Grad- Marke fast geknackt – ein idealer Tag, um ins Freibad zu gehen. Am Wolfssee ist am Samstag aber nicht das kühle Wasser die Hauptattraktion, sondern das Beach-Soccer-Feld: Die WAZ und das Freibad Wolfssee ermitteln bei der sportlichsten Aktion von „Unser Sommer am See“ den Sieger der Beach-Soccer-Stadtmeisterschaften 2015.

Insgesamt acht Teams treten auf dem gut 200 Quadratmeter großen Sandfeld gegen einander an. Jeweils vier Feldspieler und ein Torwart versuchen, barfuß innerhalb von zehn Minuten das Runde möglichst oft ins Eckige zu befördern.

Auch Vorjahressieger „Paradiso“ ist wieder mit von der Partie. „Wir wollen unseren Titel auf jeden Fall verteidigen“, kündigt Thomas Kirsch vorher an. Vor drei Wochen war er mit seinen Freunden noch auf Mallorca. Als Trikots tragen sie nun die T-Shirts vom „Bierkönig“, einer bekannten Kneipe auf der Insel. Letztes Jahr hat ihnen die Kleiderwahl Glück gebracht, und so soll es auch dieses Jahr sein.

Kreative Teamnamen

Das Team „FC Fatusch“ ist zum ersten Mal dabei. „Auf Sand zu spielen, ist sehr schwierig. Hier bringt Technik nur wenig. Man muss Glück haben“, sagt der 22-jährige Halet Delen über seine ersten Erfahrungen im Turnier. Fatusch ist ein arabisches Salatgericht. „Salat ist sportlich, frisch und passt zum Sommer“, begründet Fabian Kukowka die Wahl des Namens.

Als der „FC Fatusch“ gegen „Paradiso“ spielt, wird um jeden Zentimeter Sand gekämpft. Dem anderem gönnt man keine Chance. „Dieses Jahr ist der Ehrgeiz viel größer als im letzten Jahr. Alle wollen gewinnen“, sagt Frank Skrube, Vorstand des Freibadbetreibers DJK SV Poseidon.

Auch Kommentator Uwe Loch beobachtet den Ehrgeiz der Spieler und scherzt über den Übermut der Spieler, der für den einen oder anderen Fehlschuss sorgt: Der Ball landet dann eher mal auf dem Strandlaken eines Besuchers als im Tor des Gegners.

Die Freibadbesucher stört das aber nur wenig, viele kommen zwischendurch zum Beach-Soccer-Feld und schauen zu. „Das sieht nach sehr viel Spaß aus. Das Turnier ist eine tolle Idee, um das Freibad lebendiger zu machen“, sagt Franz Passek, Besucher aus Mülheim.

Nach mehreren Gruppenspielen und zwei Halbfinals stehen die „Berggorillas“ und der Titelverteidiger als Finalteilnehmer fest. „Hoch und weit schafft Sicherheit, ist unsere Devise“, verrät Kai Gülden von den „Berggorillas“ die Taktik seines Teams. In der regulären Finalspielzeit scheint die aufzugehen: Nach Abpfiff ist kein Tor gefallen.

Die Freibadbesucher tummeln sich um das Spielfeld und feuern ihren Favoriten an. Spannender könnte ein Finale nicht sein. Erst im Siebenmeterschießen kann sich „Paradiso“ 3:1 durchsetzen, und die sechs Mallorca-Urlauber dürfen zum zweiten Mal den gläsernen Pokal in die Höhe strecken.