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Frauenselbsthilfe erweitert ihr Angebot

09.02.2012 | 17:28 Uhr
Frauenselbsthilfe erweitert ihr Angebot
Anka Gertgens (l.) aus Wanheim leitet zusammen mit Karola Schmidt die Selbsthilfegruppe für Frauen nach Krebs. Foto: Daniel Elke/WAZ-FotoPool

Huckingen.Die Diagnose Krebs macht große Angst. Vielen tut es da gut, sich mit anderen auszutauschen. Einen Gesprächskreis für Betroffene bietet die Frauenselbsthilfe nach Krebs (Ortsgruppe Duisburg-Süd) schon seit längerem im Malteser-Krankenhaus St. Anna an. Der neue Vorstand (Anka Gertgens, Karola Schmidt und Ute Thommes) will das Angebot nun ausbauen - will auch Vorträge und Seminare (z.B. mit Fachärzten) sowie Ausflüge und Sportstunden organisieren. Denn da die Huckinger Gruppe in den Bundesverband aufgenommen wurde, bekommt sie nun finanzielle Unterstützung.

„Auffangen, informieren, be­gleiten“ lautet das Motto der Frauenselbsthilfe nach Krebs. Die drei Vorstandsfrauen selbst haben von diesem Hilfsangebot profitiert. „Wenn man erkrankt ist oder sich gerade von der Erkrankung erholt, kommt man alleine nicht so gut zurecht. In der Gruppe fühlt man sich aufgehobener. Die anderen haben eine ähnliche Geschichte erlebt, da versteht man sich gegenseitig, kann sich unterstützen“, berichtet Karola Schmidt.

Trost, Beruhigung und Ermutigung erfahren erkrankte Frauen im Gesprächskreis, sie erhalten von den anderen Mitgliedern aber auch praktische Tipps - zum Beispiel zu Therapien und Medikamenten, zu medizinischen Hilfsmitteln oder Kuranträgen, zu gesunder Ernährung oder geschicktem Schminken.

„Und wenn man einen absoluten Tiefpunkt hat, dann hilft es, zum Treffen zu gehen. Man sieht dort andere, die es auch gepackt haben - und das macht Mut“, sagt Anka Gertgens. Für Alleinstehende sei die Gruppe wichtig, aber auch für Betroffene mit Familie. Denn: Letztere ist angesichts des erkrankten Angehörigen oft auch hilflos.

Etwa 15 Frauen im Alter von 40 bis 70 Jahren zählt der Gesprächskreis im St. Anna zur Zeit, die Besetzung wechselt ab und an. Viele der Teilnehmerinnen sind (oder waren) an Brust- oder Unterleibkrebs erkrankt, es gibt aber auch Frauen mit anderen Krebserkrankungen. Auch jüngeren Betroffenen würde man gerne Hilfestellung geben.

Beim nächsten Gesprächskreis am Donnerstag, 16. Februar, um 17 Uhr im St. Anna geht es u.a. noch um Organisatorisches. Danach will man aber durchstarten - und erste Vorträge und Ausflüge einstielen. Die kostenlosen Treffen finden an jedem dritten Donnerstag im Monat statt.

Andrea Müller

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