Förderung von Kopf, Herz und Hand

Hüttenheim..  Seit vier Jahren gibt es die Ganztags-Waldorfschule in Hüttenheim. 130 Schüler besuchen in den Klassen 1 bis 11 den Unterricht an der Heinrich-Bierwes-Straße. „Es ist in Planung, dass wir in Zukunft die Schüler bis zum Abitur betreuen können“, sagt Christine Kramer vom Arbeitskreis Öffentlichkeit. Zur Zeit werden die Jugendlichen nach der elften Klasse hauptsächlich an die Waldorfschulen in Krefeld, Mülheim oder Dinslaken vermittelt. „Einige Schüler besuchen dann aber auch Gymnasien oder schließen eine Berufsausbildung an.“

Die praktischen Fähigkeiten der Schüler nehmen in der Waldorfschule einen großen Teil ein. „Wir versuchen, in unserer Schulform die Bereiche Kopf, Herz und Gliedmaßen gleichmäßig zu fördern“, sagt Zakia Bouhdiba, Klassenlehrerin der 2. und 3. Jahrgangsstufe. „Ab der fünften Klasse absolvieren die Schüler in den unterschiedlichsten Bereichen zahlreiche Praktika“, so Bouhdiba.

Beim Tag der offenen Tür am Donnerstag war für die Eltern vor allem das „Lernen ohne den üblichen Druck an den weiterführenden Schulen“ von Interesse. „Ich habe mir schon viele Schulformen angesehen“, sagt Silke Hiebig. „Für mich ist es wichtig, dass meine Tochter beim Lernen Spaß hat und nicht in Kategorien gesteckt wird.“

Die Kinder an der Ganztags-Waldorfschule beginnen um 8 Uhr gemeinsam ihren Unterricht, der um 15.30 Uhr endet. „Ich hatte selbst Vorurteile“, sagt Christine Kramer, deren Sohn Liam die fünfte Klasse besucht. „Aber das Miteinander hier ist so toll, da nehme ich die 35 Kilometer Anfahrt gerne in Kauf.“