Ergebnis der Kommunalwahl zerschlug ihre Pläne

Wedau..  Der plötzliche Verzicht der Großenbaumerin Diana Huber, weiterhin den SPD-Ortsverein Wedau zu leiten, könnte noch andere Gründe haben. So sieht es jedenfalls ihr Kritiker Manfred Roloff. Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 hätten sich ihre Aufstiegspläne zerschlagen, sagt er. Da trat sie auf einem als aussichtsreich geltenden Listenplatz für den Rat der Stadt an, ohne selbst irgendwo Wahlkreiskandidatin zu sein. Aber überraschend gewann die SPD bis auf einen alle Wahlkreise. Kein Platz auf der Reserveliste zog. Diana Huber war nicht gewählt.

„Sie hätte gute Chancen gehabt, sich intern als Direktkandidatin für Bissingheim, Wedau und Großenbaum-Nord gegen Ratsherr Dieter Lieske aus Bissingheim durchzusetzen“, sagt Manfred Roloff. Das Verhältnis zwischen den beiden SPD-Ortsvereinen ist seit Jahren angespannt. Wedau ist mitgliederstärker als Bissingheim.

Gewerkschaftssekretär Dieter Lieske sei mit seinem undiplomatischen Auftreten nicht überall beliebt. „Aber dann wurde Lieske überraschend Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Duisburg“, fährt Roloff fort. Auf den Ersten Mann der mächtigsten Gewerkschaft in Duisburg aber habe die SPD im Rat der Stadt nicht verzichten können. Deshalb habe man Diana Huber für den Verzicht auf ihre Wahlkreis-Kandidatur den vermeintlich sicheren Listenplatz angeboten. Dieser Darstellung widerspricht auch Parteigeschäftsführer Jörg Lorenz nicht. Wie es mit dem Ratsmandat um ihre zeitlichen Möglichkeiten gestanden hätte, wollten wir von Diana Huber wissen. „Dann hätte ich eben auf andere Sachen verzichten müssen“, sagt sie dazu.

Diana Huber stammt aus Kamp-Lintfort, einer SPD-Hochburg im Kreis Wesel. Von 2004 bis 2008 gehörte sie dem Rat ihrer Heimatstadt an. 2008 zog sie mit Mann und Kind nach Großenbaum und musste das Mandat aufgeben.