Eine Weltreise durch den Heltorfer Schlosspark

Forstrat Klaus Schück führt die Besucher durch den privaten und öffentlichen Park von Schloss Heltorf und zeigt ihnen die Hochgärten der Gräfin.
Forstrat Klaus Schück führt die Besucher durch den privaten und öffentlichen Park von Schloss Heltorf und zeigt ihnen die Hochgärten der Gräfin.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Die Wunder der Natur begeistern die Teilnehmer der Führung durch die Parkanlage des Schlosses in Angermund. Bäume aus verschiedenen Ländern sind dort beheimatet.

Süd/Angermund..  Hohe Gemäuer, ein beeindruckendes Eingangstor, ein Wassergraben von Seerosen belagert, Bäume so alt wie die Inhalte aus Geschichtsbüchern und so schön wie „Großmutter Weide“. Die Wanderung durch die Parkanlage von Schloss Heltorf in Angermund beeindruckt alle Teilnehmer. Wenn Forstrat Klaus Schück von dem „alten Gehölze“ erzählt, wird gestaunt – über die pure Natur.

Klaus Schück ist eng mit der Adelsfamilie Spee verbunden. Im Auftrag von Graf Wilhelm von Spee und dem Förderverein des Huckinger Malteser-Krankenhauses St. Anna lädt der Forstrat einmal jährlich zu einer Führung ein.

50 naturinteressierte Teilnehmer

Rund 50 Natur-Interessierte haben sich, mit Regenschirmen bewaffnet, auf den Weg nach Angermund gemacht. „In der Regel kommen 100 bis 200 Gäste“, erzählt Horst Günther, der Vorsitzende des Fördervereins, und fügt hinzu: „Das unbeständige Wetter scheint wohl etwas abgeschreckt zu haben.“ Doch von Regen ist an diesem Tag keine Spur zu sehen. Zum Glück. Zwischen den hohen Baumkronen lugt sogar ab und zu die Sonne hervor und zeigt die bis zu neun Meter hohen Rhododendren von ihrer schönsten Seite. In Pink, gelb, weiß und orange leuchten die farbenfrohen Pflanzen im Kontrast zum grünen Wald.

„Die Blüten sind wunderschön“, schwärmt Susanne Kittner. Die 54-Jährige nimmt zum ersten Mal an der Führung teil. Sie hält ihre Fotokamera parat und zeigt sich begeistert von den Naturwundern entlang des Schlosses: „Ich bin eine große Liebhaberin des Parks. Dass man die Gelegenheit bekommt, auch das Privatgrundstück zu sehen, ist wirklich toll.“ Zum Andenken an diesen Besuch nimmt sie sich ein Blatt einer ungarischen Eiche mit.

Die Führung entlang des Schlosses gleicht einer kleinen Weltreise. Bäume aus fast allen Ländern dieser Welt haben hier ihr Zuhause gefunden. „Im Park leben zum Beispiel Bäume aus China, Kanada und Nordamerika“, erzählt Klaus Schück.

Der „Trompetenbaum“ aus Asien versetzt die Truppe in Gelächter. „Man nennt ihn auch Beamtenbaum“, scherzt der Forstrat. „Seine Blüten kommen erst sehr spät und gehen dann wieder früh. Wenn sie denn aber mal da sind, sind sie wunderschön.“