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Wanheim

Eine neue Brücke als Lösung

04.11.2009 | 13:03 Uhr

Bürgerverein präsentiert Vorschläge für "Duisburg 2027". Forderung: Neue Bahnüberführung nördlich der Atroper Straße

Die Wanheimer wüssten schon, wie sie die Probleme ihres Ortsteils lösen könnten - wenn der Rest der Stadt nur mitspielen würde. Mehrere Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins jedenfalls haben in den leztten Monaten in den Bürger- und Stadtteilforen "Duisburg 2027" mitgearbietet. Alfred Schenk, Rainer Hoffmann und Vorsitzender Theo küpper präsentieren den Mitgliedern jetzt, was dbei für Wanheim herausgekommen ist.

Alfred Schenk, der Kassierer des Vereins, hat in der Arbeitsgruppe "Arbeit und Gewerbe" mitgewirkt. Ihre Teilnehmerzahl ging zwar im Laufe der Zeit von zehn auf fünf zurück. Sie kam dennoch zu klaren Erkenntnissen: Der Bezirks Süd, so Schenk, sei durch viele Ortsteile mit Ortskernen gekennzeichnet. Nur würden die leider vernachlässigt. Wanheim slebst muss einmal Buchholz in punkto Nahversorgung ebenbürtig gewesen sein. Das eine immer schlechter werdende Nahversorgung festgestellt - bei einem Trend zu großen Anbietern wie Discountern, Super- und Verbrauchermärkten. Am Klemensplatz in Kaiserswerth habe man sich angesehen, wie funktionierendes Nebenzentrum aussieht.

Genau das schwebt dem Bürgerverein für das Wanheimer Dreieck vor, jenes sternförmige Knäuel aus Heiligenbaumstraße, alte Wanheimer Straße und Knevelspfädchen.

Platcharakter solle das Dreieck erhalten. So genannte Convenience-Shops sollten hier eröffnen, also kleine Läden mit Lebensmitteln und Dienstleistungen wie Lottoannahme oder Post. Vorsitzender Theo Küpper empfahl für die verkehrliche Gestaltung des Platzes das Konzept "Shared Spaces", die gemeinsam allen Verkehrsteilnehmern miteinander geteilte Verkehrsfläche, wie es sie vor dem Stadttheater gibt.

Küpper hatte mit Rainer Hoffmann, einem Beamten des Eisenbahnbundeamtes, die Sitzungen der Arbeitsgruppe "Verkehr" besucht. Und Hoffmann präsentierte eingehende Überlegungen, wie die Insellage Alt-Wanheims, das Abgeschnittensein vom Rest der Stadt angesichts von fünf Bahnübergängen beendet werden kann: Eine Tieferlegung der Bahntrasse scheide aus Kostengründen aus, weil für die schweren Güterzüge kilometerlange Rampen angelegt werden müssten. Ins Reich der Utopie verwies die Gruppe Überlegungen des grünen Ratsherrn Frank-Michael Rich, die Wanheimer Güterbahn über Ehingen und Mündelheim bei Uerdingen über den Rhein zu führen.

Stattdessen prüfte Hoffmann mehrere Varianten einer Bahnüber- oder unterführung anstelle eines der heutigen Bahnübergänge. Und er wurde nördlich der Atroper Straße, am dortigen Kreisverkehr fündig. "Dort liegen die Bahngleise schon 1,50 Meter tiefer als der Kreisverkehr", erklärte er der Versammlung. Deshalb komme man mit zwei je 120 Meter langen Fünf-Prozent-Rampen aus, um die Gleise an dieser Stelle zu überqueren." Die Stichstraße würde über ein 20 Meter lange Brücke in den Honnenpfad münden. An anderer Stelle aber wären wegen des höheren Niveaus der Bahngleise bis zu 150 Meter lange Rampen erforderlich.

Wenn, so das Fazit des Bürgervereins, die Güterzüge elektrisch geführt, also die lauten Dieselloks abgeschafft würden, auf den Straßen Flüsterasphalt verrlegt, die "Chaos-Ampel" Atroper Straße durch intelligentere Verkehrsleitsysteme" ersetzt und ein Kreisverkehr im Bereich Neuenhofstraße/Forststraße/Düsseldorfer Straße installiert würde, wäre alles wieder in Ordnung.

Martin Kleinwächter

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09.11.2009
23:32
Eine neue Brücke als Lösung
von Hans Terbrot | #4

Das Klemensviertel in Kaiserswerth ist kein funktionierendes Nebenzentrum. Die aktuell hohe Fluktuation, und die massiven Leerstandsprobleme in den ersten 20 Jahren konnten nur durch die Finanzstärke des Investors aufgefangen werden.

05.11.2009
12:53
Eine neue Brücke als Lösung
von ruhrpottbajuffe | #3

@2:
Vorsicht Freundchen, leg dich nicht mit den Wanheimern an.
Außerdem: Seit wann gibt es ein Recht, dass Steuermittel sachgerecht ausgegeben werden?
Idiotische Idee.

04.11.2009
21:28
Eine neue Brücke als Lösung
von Lamiauma | #2

Wäre es nicht noch besser, für diese Kosten die Einwohner umzusiedeln und Wanheim einfach wie Bruckhausen abzureissen. Den bezahlen werden es alle Steuerzahler von Duisburg. Und die haben ein Recht darauf, das Steuermittel sachgerecht ausgegeben werden

04.11.2009
14:49
Eine neue Brücke als Lösung
von P | #1

Wäre es nicht schlauer die Heiligenbaumstr. zu überbrücken?
Und dann an der Molbergstr. wieder raus zu kommen?

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