Eine musikalische Reise ins alte Russland

Großenbaum..  Liselotte Quiring-Frischkorn war zur Pause des Auftritts der „Maxim Kowalew Don Kosaken“ bereits stark beeindruckt. „Ich liebe diese Musik sehr, sie ist so wunderschön melancholisch und geht richtig unter die Haut“, zeigte sich die Rahmerin begeistert. Sie besuchte gemeinsam mit ihrer Freundin Erika Müller („Die Vielseitigkeit der Stimmen ist einfach unglaublich“) das Konzert in der Großenbaumer St. Franziskus-Kirche.

24 Mann stark ist das Maxim-Kowalew-Ensemble insgesamt; derzeit touren zwei Gruppen auf unterschiedlichen Routen durch Deutschland. Sieben Kosaken – traditionell gekleidet in ihrer schwarzen Tracht – standen am Montagabend in der zum Konzertsaal umfunktionierten Franziskus-Kirche auf der Bühne. Mit ihren russisch-orthodoxen Kirchengesängen und alten Volksweisen zogen sie die Konzertbesucher von Beginn an in ihren Bann.

Nicht nur das präzise Zusammenwirken des Chors überzeugte, auch die brillanten Soloparts der Sänger faszinierten die zahlreich erschienenen Musikliebhaber. Das wurde besonders deutlich, als die Chormitglieder die „Abendglocken“ – eine beliebte alte russische Volksweise - erklingen ließen und dabei den vortrefflichen Tenor Sergej Malkin voller Harmonie begleiteten. Viacheslav Yeromin, der als Dirigent die musikalischen Fäden in der Hand hielt, zeigte auch als Gesangs-Solist sein beachtliches Können. Sein einfühlsam vorgetragener Chor-Klassiker „Ich bete an die Macht der Liebe“ erreichte die Herzen der Zuhörer, wie der nicht enden wollende Applaus bewies.

Als Bariton Nikolai Bykow mit dem Kosaken-Chor Akkordeon spielend Einzug hielt, wurde klar, dass es nun eher munter und temporeich weitergehen sollte. Mit dem „Schneegestöber“ zauberten die sieben Sänger musikalisch eine Winterlandschaft herbei, mit dem schwungvollen „Stenka Rasin“ gaben sie ein altes Kosakenlied zum Besten, und als die Kowalew-Don-Kosaken sich mit dem vom ersten Tenor Gregorij Shulga temperamentvoll dargebotenen Ohrwurm „Kalinka“ verabschiedeten, gab es für den spiel- und sangesfreudigen Kosaken-Chor zu Recht lang anhaltende Ovationen.