Einblicke in die Förderschule

Großenbaum..  Die Schüler der Christian-Zeller-Schule machten sich am vergangenen Samstag auf den Weg, um schon um neun Uhr in den Klassenräumen zu sitzen und fleißig zu pauken. Anlass war der Tag der offenen Tür an der städtischen Förderschule. Er sollte Eltern und Kindern die Gelegenheit geben, sich mit Schule, Kollegium und Lehrmethoden vertraut zu machen. „Wer im nächsten Schuljahr bei uns anfangen möchte, muss erst das sogenannte „AOSF-Verfahren“ (Ausbildungsordnung zur sonderpädagogischen Förderung) durchlaufen“, sagt Schulleiter Dr. Wolfgang Janko.

Besonders ins Auge stachen den meisten Besuchern die außergewöhnlich kleinen Lerngruppen. Lehrerin Nicole Goralski präsentierte Matheunterricht der ersten und zweiten Klasse, und das mit zwei Schülern. Es wird im Zahlenraum bis Zehn addiert, „gar nicht schwer“, wie einer der beiden Schüler trocken kommentiert.

Arbeit mit dem Tablet-PC

Auf der anderen Seite des Gebäudes erhielten die Besucher Einblicke in den Sozialwissenschafts-Unterricht der achten Klasse. Lehrerin Monika Klatt lässt ihre Schüler mit ihrer Praktikumsmappe arbeiten, die sie auf ihre Aufenthalte in Betrieben vorbereiten soll. Die Schüler arbeiteten außerdem mit einem Tablet-Computer, mit dem sie weitere praktikumsrelevante Informationen sammeln können.

Neben den Eltern waren auch Besucher vom Fach anwesend. Lehrerin Sandra Hülsebusch von der Grundschule Lüderitzallee interessiert sich für die Schule, weil einer ihrer Schüler demnächst dorthin wechseln wird. „Ich bin besonders von der individuellen Betreuung beeindruckt, und davon, dass es ständig und zu allem Rückmeldung für und von den Kindern gibt“, erzählt die Pädagogin. Tatsächlich wird im Klassenverbund der ganze Tag evaluiert: Von der Ankunft in der Schule, über die einzelnen Fächer bis hin zur Pause wird alles mit „super“, „gut“ oder „wackelig“ bewertet.