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Ein Karriere-Sprungbrett

25.06.2012 | 20:41 Uhr
Ein Karriere-Sprungbrett
Die beiden Duisburger Studentinnen Nicole Kaczmarczyk (r.) und Daniela Trajkoska. Foto: Christoph Reichwein/WAZ-FotoPool

Süd. Sehen so die Studenten von heute aus? Dunkelblaues Business-Kostüm, perfekt geschminkt, das I-Pad mit der Präsentation in der Tasche. Nicht alle, aber Nicole Kacz­marczyk (21) und Daniela Trajkoska (20) - jedenfalls, wenn sie auf dem Weg zum Kunden sind.

Die beiden jungen Frauen aus Huckingen und Wanheim sind im Vorstand der studentischen Unternehmensberatung WIP - mit vollem Namen „Wissenschaft in der Praxis“. Was sie in der Vorlesung lernen, können sie in der Unternehmensberatung konkret anwenden. „Das ist einer unserer Vorteile. Wir bringen aktuelles Wissen von der Uni ein und agieren noch nicht nach Schema F“, hebt Nicole Kaczmarczyk hervor.

Wie die meisten WIPler studiert die Huckingerin Betriebswirtschaft (BWL) und zwar im vierten Semester an der Uni Duisburg-Essen. Daniela Trajkoska, die ebenfalls noch im Elternhaus, und zwar in Wanheim, wohnt, hat Wirtschaftsingenieurwesen an der Uni Düsseldorf belegt.

In einer Vorlesung hat sie von WIP erfahren und war auf Anhieb interessiert. „Ich möchte beruflich erfolgreich sein“, sagt die 20-Jährige, die eine Schulklasse übersprungen hat und deshalb bereits im vierten Semester studiert. Wer sich bei der studentischen Unternehmensberatung engagiert, erwirbt nicht nur Praxiserfahrung, sondern knüpft auch Netzwerke. „Wir haben Kontakt zu Unternehmen und zu den Ehemaligen, die inzwischen etabliert sind, das ist natürlich hilfreich“, sagt Nicole Kaczmarczyk, die ähnlich zielstrebig ihre Karriere plant. Zur Zeit erstellt die junge Frau mit einem kleinen Team eine Marktanalyse für ein internationales IT-Unternehmen.

Von drei Studenten gegründet

Zu den Auftraggebern gehören in erster Linie mittelständische Unternehmen. WIP hat aber auch schon für Thyssen-Krupp eine Studie zur Kunden-Zufriedenheit erarbeitet.

Wer in den Kreis aufgenommen werden will, muss ein internes Projekt präsentieren - einen Businessplan für ein Gründungsunternehmen vorlegen oder eine Strategie zur Mitarbeiter-Rekrutierung. „Sowas ist aufwendig. Das ziehen nur Leute durch, die es ernst meinen“, weiß Daniela Trajkoska. Zur Gruppe, die an der Uni Duisburg angesiedelt ist und dort auch ein Büro angemietet hat, zählen zur Zeit 40 Mitglieder plus 20 Anwärter.

Wer einmal dazu gehört, kommt in den Genuss von Schulungen, etwa zu den Themen Business-Knigge oder Präsentation. Die Schulungen übernehmen in der Regel erfahrenen WIP-Mitglieder.

Drei BWL-Studenten haben die Unternehmensberatung 1989 gegründet, mittlerweile gibt es sie an Unis in ganz Deutschland. In Duisburg unterstützen verschiedene Dozenten, etwa Dekan Prof. Dr. Volker Breithecker (Betriebliche Steuerlehre) oder Prof. Dr. Johannes Gottschling (Mathematik für Ingenieure), das Projekt als Kuratoren.

Nicht nur für die Karriere, auch fürs Studium kann sich WIP als hilfreich erweisen. „In den Projekten kann man die Theorie auffrischen und das Wissen vertiefen. Außerdem bleibt das, was man praktisch angewandt hat, viel besser im Gedächtnis haften“, so die Frauen.

WIP, so ihr Resümee, habe ihnen viel gebracht. Sie haben gelernt, strukturiert zu arbeiten und an Selbstbewusstsein gewonnen, auch Praktika wurden ihnen angeboten. An der Uni übrigens treten beide legerer auf, wie Studenten eben.

Gabriele Beautemps



Kommentare
26.06.2012
09:47
Ein Karriere-Sprungbrett
von Ein_Student | #1

Das I-Pad heißt "iPad". Es handelt sich um einen Eigennamen, der nicht geschrieben werden darf, wie es beliebt. Es heißt schließlich auch nicht Volks-Wagen (gut, bei der Bild-Zeitung gibt es solche "Volks-Dinger" immer mal wieder, aber das soll hier nicht Gegenstand sein).

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