Ein Didgeridoo im Klassenzimmer

Kaßlerfeld..  Solche Klänge haben die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Wrangelstraße noch nie gehört. Mit großen Augen und noch größeren Ohren sitzen sie staunend vor den beiden Musikern Adrian Fabila und Efig Zulfigor. Diese spielen auf exotischen Instrumenten aus Australien und Indonesien. Die beiden Künstler sind anlässlich des Projekts „Musiker der Welt im Jekits-Klassenzimmer“ zu Gast in der Einrichtung. „Jekits“ steht für „Jedem Kind ein Instrument“ – bei dem Programm lernen Kids die Welt der Musik kennen. Und das löst Begeisterung aus: Nach wenigen Klängen von Didgeridoo, Face-Bass und der Suling-Flöte gibt es kein Halten mehr: Die Jungen und Mädchen toben auf ihren Stühle herum und tanzen ausgelassen.

Kinder lernen Instrumente kennen

Der Auftritt der beiden Musiker aus Indonesien und Australien ist für die Schüler ein echter Höhepunkt. Doch auch sonst geht’s musikalisch zu an der Schule, weiß Rektorin Natalie Heinrichsmeyer: „Die Kinder haben hier oft die Möglichkeit, verschiedene Instrumente kennen- und spielen zu lernen“, erklärt sie. „Wir bieten Kurse zu verschiedenen Blasinstrumenten an.“

Die exotischen Instrumente, die es an diesem Tag zu bestaunen gibt, hat die Schule allerdings nicht zu bieten. Trotzdem kommen die Kleinen nicht zu kurz. Adrian Fabila , in seiner Heimat Australien als „Tjupurru“ bekannt, bringt ihnen bei, richtig in das Didgeridoo zu pusten. Die Lippen angespannt und mit viel Druck ausatmen. Dass das nicht auf Anhieb klappt, ist klar, dass jede Menge Spucke fliegt, auch. Das macht es allerdings nur umso lustiger.

Elif-Naz ist ganz hin und weg von der Musikstunde der besonderen Art: „Ich finde es toll, was die beiden alles können“, sagt die Sechsjährige. „Ich habe solche Instrumente noch nie gesehen.“ Der kleine Loveth (8) ist auch begeistert: „Es ist total cool, solche Musik zu hören. Ich kenne ja nur normale Blasinstrumente.“

Mit dem sogenannten „Face-Bass“ sorgt Fabila dann für ganz großen Jubel. Das Instrument funktioniert wie eine Art Mikrofon – allerdings hat er dieses im Mund. Mit seiner Stimme sorgt er so für Beat-Box-artige Geräusche und auch Melodien. Als er Michael Jacksons Hit „Smooth Criminal“ anstimmt, kennen die Steppkes kein Halten mehr. Auch wenn der King of Pop den Hit lange vor ihrer Zeit schrieb, sind sie ganz angetan: Sie tanzen und klatschen ausgelassen mit.