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Ein Beruf, der Freude macht

14.02.2011 | 16:17 Uhr
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Ein Beruf, der Freude macht
Am Sonntag den 13. Februar 2011 feierte der Kirchenmusiker Werner Marzi sein 25-jähriges Dienstjubiläum in der St. Hubertus Kirche in Duisburg-Rahm. Foto: Anja Bäcker / WAZ FotoPool

Süd. Seit über 18 000 Gottesdiensten sorgt der Kirchenmusiker und Chorleiter Werner Marzi nun schon für die passende musikalische Begleitung, sowohl an der Orgel als auch als Chorleiter.

Am Sonntag wurde er jetzt anlässlich seines 25. Dienstjubiläums im Pfarrheim der katholischen Gemeinde St. Hubertus in Rahm in einer Feierstunde mit rund 90 Gästen geehrt.

Geboren wurde Werner Marzi vor 50 Jahren in Ochtenburg in Rheinland-Pfalz. Er studierte an der Fachakademie für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung in Regensburg und kam 1986 als Kirchenmusiker der Gemeinde St. Judas Thaddäus nach Buchholz. „Ich wurde wirklich freundlich aufgenommen und konnte mich gut einleben“, erinnert sich der Mann aus dem Süddeutschen an seine Anfänge in Duisburg.

Von 1988 bis 2003 arbeitete der Musiker in der Kirche der ehemaligen Pfarrgemeinde Heilig Geist, die sich bis zu ihrem Abriss 2010 ebenfalls in Buchholz befand. Seit dem Zusammenschluss zur Großgemeinde ist Werner Marzi auch in den Gemeinden Großenbaum-Rahm und Wedau-Bissingheim tätig.

Aufgrund der Arbeit in mehreren Gemeinden sind Chorproben in zwei Stadtteilen am selben Tag nicht selten. „Manchmal ist es schon eine Belastung, aber trotzdem ist es immer schaffbar.“ Vielleicht mildert seine große Freude an der Musik den Terminstress. Diese Freude ist ihm deutlich anzusehen, als sein Chor auf der Jubiläumsfeier ihm zu Ehren das Lied „Alle Augen warten auf dich“ singt.

Neben der Musik sei ihm aber auch die tägliche Zusammenarbeit mit Menschen besonders wichtig. Der Chorleiter lässt seinen Sängern möglichst viel Freiheiten, etwa bei der Auswahl der einzustudierenden Lieder. Dabei hat der Chor stets die Wahl zwischen kirchlichen und weltlichen Stücken.

Da Werner Marzi in seiner Zeit in Regensburg von 1980 bis 1982 auch ein Kompositionsstudium ablegte, kommen gelegentlich auch eigens komponierte Stücke im künstlerisch anspruchsvollen Palestrinastil zur Auswahl hinzu. „Wegen meiner Arbeit komme ich zurzeit leider nicht mehr allzu oft zum Komponieren.“

Wahrscheinlich hat Marzi seine Begeisterung für Kirchenmusik von seinem Vater geerbt, der selbst 40 Jahre lang Kirchenmusiker war. In den letzten 25 Jahren habe es sehr viele wunderbare Momente gegeben, dabei seien die schönsten Tage stets die Osterfeiertage gewesen, weil dann alle Leute so froh gestimmt seien. „Und heute ist natürlich auch ein bedeutender Tag,“ so Marzi lächelnd.

Am liebsten wolle er bis zur Rente im Duisburger Süden bleiben, gewechselt habe er die Gemeinden nun oft genug. „Selbstverständlich hoffe ich, dass man mich hier nicht so schnell loswerden möchte.“ Und davon kann man ausgehen, denn Werner Marzi hat sich in den letzten 25 Jahren in vielen der katholischen Gemeinden des Duisburger Südens durch seine engagierte Arbeit als Kirchenmusiker unentbehrlich gemacht.

Carolin Paas

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