Duisburger Designerin zeigt eigene Frühjahrsmode

„Zwei“ heißt die Kollektion. Die Models hatten Spaß an ihrem Job.
„Zwei“ heißt die Kollektion. Die Models hatten Spaß an ihrem Job.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Neudorferin Anna Termöhlen präsentiert ihre Kollektion bei einer Modenschau. Hutmacherin Susanne Arnken steuert passende Kopfbedeckungen bei.

Neudorf..  Auf dem Boden des kleinen Ateliers von Anna Termöhlen ist ein Laufsteg markiert. Dutzende Überstunden hat die junge Designerin gemacht, um rechtzeitig ihre Frühjahrskollektion mit dem Titel „Zwei“ fertig zu bekommen. Entstanden sind sieben Outfits. Passend zur Kleidung hat Hutmacherin Susanne Arnken ausgefallene Fascinator gefertigt. „Auf einmal stand Anna in meiner Werkstatt und hat gefragt, ob ich die Kopfbedeckungen machen möchte“, erzählt die Duisserner. Die Ergebnisse kamen beim Publikum der Modenschau gut an.

Hinter den Kulissen ist das Model-Leben nicht besonders glamourös. Im Keller hängen auf einem Ständer die Outfits. „Ich hab auf Größe 36 gearbeitet, das ist Standard“, erklärt Anna Termöhlen. Die studierte Designerin hat sich im vergangenen Jahr mit ihrem eigenen Label selbstständig gemacht. „Das ist gut angelaufen, vor allem vor Weihnachten hatte ich viel Nachfrage“, erzählt die 24-Jährige, die schon als Vierjährige ihr Erstlingswerk nähte. Bisher waren es Frauen mittleren Alters, die bei den Unikaten zugriffen, doch mittlerweile kommen immer mehr Jüngere. „Für Männer mach’ ich eher selten etwas, das sind ja nicht so die Shopper“, sagt sie lächelnd.

In der Kollektion „Zwei“ hat sie Gegensätze verarbeitet. Ein Kleid hat zum Beispiel eine enge und eine weite Partie. Ein Hemd ist auf der einen Seite quer, auf der anderen Seite längs gestreift. Model Käthe Brüske, die die Designerin noch aus gemeinsamen Gastro-Job-Tagen kennt, trägt eine Bluse, die unterschiedlich lang ist. Wie auch bei den vorherigen Kollektionen lassen die dich Kleidungsstücke transformieren. Mit Hilfe eines Knopfes, bekommt eine Jacke beispielsweise eine andere Form.

Leona Boakye ist bereits ein erfahrenes Model. Die Studentin ist schon auf bei Abschluss-Schauen der Modeschulen gelaufen – und hat auch ein paar Werbejobs gemacht. „Das ist überhaupt nicht so wie bei ,Germanys next Topmodel.’“ Sie mag die Serie mit Heidi Klum nicht. Nachdem ihr die Haare frisiert und der Fascinator festgesteckt wurde, ist sie doch ein bisschen aufgeregt. Später will die Düsseldorferin mal als Juristin arbeiten. Ob die Duisburger Mode-Geschmack haben, kann sie nicht genau beurteilen. „Dazu bin ich zu selten hier.“ Anna Termöhlen sagt: „Wir sind ja extra hier, damit sich das ändert.“

Hutmacherin Susanne Arnken findet: „Es gibt auch in Duisburg Leute, die wert auf Mode legen.“ Momentan erledigt sie viele Auftragsarbeiten, fertigt beispielsweise Hüte für Bräute. „Ab und zu geht aber auch mal etwas aus der aktuellen Kollektion weg.“ Anhand von Stoffmustern hat sie die Kopfbedeckungen für die Models gefertigt. Sie kommen gut zur Geltung.

Die Kollektion, die die Mannequins präsentiert haben, kann man übrigens ab sofort kaufen. Normalerweise wird die Mode nur einmal präsentiert. „Aber dafür steckt zu viel Arbeit darin“, betont Anna termöhlen – und freut sich, dass die erste Schau so gut geklappt hat.