Rheindeich
Duisburg-Mündelheim wird für ein Jahrzehnt Großbaustelle
18.02.2010 | 13:05 Uhr 2010-02-18T13:05:00+0100
Duisburg. Die Menschen in Duisburg-Mündelheim müssen sich darauf einstellen, dass in ihrem Stadtteil für lange Zeit die Bagger rollen. Erst soll ab 2011 bis voraussichtlich 2015 oder 2016 der Rheindeich verlegt werden. Und gleich danach folgen die Arbeiten für den Ausbau der B 288 zur Autobahn.
Mündelheim kann sich auf ein Jahrzehnt der Großbaustellen einstellen. Denn jetzt unterzeichneten NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und OB Adolf Sauerland (beide CDU) im Rathaus die Übereinkunft über Neubau und Rückverlegung des Rheindeichs. Damit soll 2011 begonnen werden. Bauzeit: voraussichtlich bis 2015 oder 2016.
Wenn es nach den Straßenplanern geht, folgt gleich im Anschluss der Ausbau der B 288 zur Autobahn. Baurecht für den sieben Kilometer langen Deich besteht bereits seit 2008. Danach muste zunächst die Ausführungsplanung ausgeschrieben und vergeben werden.
Verhandlungen laufen
Zurzeit laufen die letzten Grundstücksverhandlungen für den Erwerb der Deichflächen. Nötig ist noch die Ausschreibung der Arbeiten. Je nach Lage wird der neue Deich 20 bis 50 Zentimeter höher als der alte ausfallen. Da die Böschung abgeflacht wird, benötigt der neue Deich mit 64 Metern die doppelte Breite gegenüber heute. Und deshalb müssen das Gehöft eines Rheinheimer Nebenerwerbslandwirts und das Wohnhaus des benachbarten Rheinheimer Hofs abgerissen werden.
Letzteres gehöre den Stadtwerken und werde ohnedies nur zeitweise bewohnt, erklärte gestern Helmut van Wickeren, der Leiter des Amtes für Wasser- und Kreislaufwirtschaft.
Schutz vor Hochwasser
Der Deich beginnt bereits in Wittlaer und verläuft in den neuen Dimensionen bis in Höhe der Sportanlage von TuS Mündelheim entlang seiner bisherigen Trasse. Mit diesem Abschnitt soll 2011/2012 auch begonnen werden. Von dort aus reicht er gegenüber heute bis auf die halbe Entfernung an den Ortsrand heran. Um indessen die Mündelheimer bei Rheinhochwasser vor nassen Kellern zu schützen, erhält der Deich auf 1,6 Kilometern Länge eine bis zu 18 Meter tiefe Spundwand.
Die Rückverlegung stellt den zweiten Bauabschnitt dar. 500 Meter nördlich der Rheinbrücke schwenkt der neue Deich wieder auf die rheinnahe Trasse des alte Deiches ein und verläuft weiter bis Ehingen.
13:19
von sicherheitskurt
Aber warum sollen wir so enden wie die Kölner?
ihr endet doch gar nicht wie die koelner
die wissen was zu machen ist weil sie alle naselang mit hochwasser zu tun haben
abba ihr ???????
ihr sauft ab und hinterlasst mit euerem nich auf diese notsituation ausgerichtete lebensplanung eine riesige umweltkatastrophe
und euere oberguenen jammern wieder rum
20:46
Die Planungen zur Deicherneuerung laufen schon über 10 Jahre. Wenn ihr hinter dem Deich abgesoffen seit, dann seit ihr die ersten die schreien: Warum hat uns der Deich nicht geschützt?
Der Deich ist technisch veraltert und marode. Und jeder cm, der das Hochwasser niedriger ausfällt kann entscheidend sein. Wenn der Deich in Mündelheim bricht, steht ganz Huckingen unter Wasser. HKM ist übrigens gut geschützt. Das Gelände liegt höher als die Wohnbebauungen.
Habt ihr schon mal was vom Angerland gehört ? Das ist der gesamte Duisburger Süden und der Norden von Düsseldorf. Wird alles beim Deichbruch absaufen. Aber was solls, die Kölner stehen das ja auch immer wieder durch.
Aber warum sollen wir so enden wie die Kölner?
Also, nicht immer nur nörgeln. Es gibt auch Bauprojekte, die sinnvoll sind.
Übrigens, ich werde durch den Deich nicht geschützt, habe keine Vorteile durch den Deichneubau und bin kein Freund des OB Sauerland.
08:12
Es ist noch nie etwas genaues darüber berichtet worden wieviel cm die Erhöhung des Rheindeiches ausmacht.Wann ist der Rhein das letzte mal über den Deich geflossen? Was sollen die Anlieger in Bonn oder Köln sagen, die Grund hätten eine Hochwassersicherung zu fordern.
Wenn sich da mal einer ,,goldene Lorbeeren,, verdienen will.
in diesem Sinne
11:21
B288 wird Autobahn bis Krefeld! Klasse! :-)
09:58
Wie ist denn der Hochwasserschutz in Wittlaer. Beim letzten Hochwasser in den 90er schwappte der Rhein dort fast drüber. Wie sieht es bei HKM aus. Es bringt nichts den Deich höher zu legen wenn rechts und links das Risiko einer Überschwemmung noch vorhanden ist.
13:32
#2 Ich vermute, da will der Party OB mal wieder seine Baulöwen sponsern, was sonst? Ich denke DU ist pleite? Woher kommen die 3 Mios?
Warum habt ihr ihn nur gewählt?
09:32
Was ist der eigentliche Grund der Deichverschiebung?
22:52
Leider steht im Artikel nicht das der Spaß ca. 57 Mio EUR kostet - Anteil der Stadt lt. Bürgerinformationsportal: 3 Mio.
Danach wird die B288 aufgestockt - umgelegt etc. - kostet weitere ca. 40 Mio.
Hier werden 100 Mio ausgegeben damit in Holland der Rhein bei Hochwasser 0,5 cm weniger hoch ansteigt. Mehr bringt die Maßnahme lt. Herrn v.Wickeren gar nicht. Schade, dass er dann noch davon ausgeht, das das Wohnhaus eines Rheinheimer Landwirts nur zeitweise genutzt wird. Ist das ein Grund einem Menschen einfach seine Heimat und sein Geburts- und Elternaus zu nehmen?