DPD in den Schlagzeilen

Hüttenheim..  Über Negativ-Schlagzeilen musste sich der Paket-Umschlag von DPD Am Röhrenwerk 2014 nicht beklagen. Erst wurde die dortige Betriebsratswahl vom Juni 2013 vor dem Arbeitsgericht angefochten. Der bei der Wahl unterlegenen Opposition gelang es aber nicht, den Nachweis für Wahlmanipulationen zu erbringen.

Und dann ging die DPD-Geschäftsführung selbst gegen missliebige oppositionelle Mitarbeiter vor. Sie beurlaubte einen Teamleiter, der Untergebene während der Arbeit zur Unterstützung der Wahlanfechtung bewegt haben soll, kündigte ihm später sogar. Und sie entließ einen EDV-Spezialisten, der seine Fachkenntnisse missbraucht hatte, um an Betriebsrats-Infos zu gelangen, die ihm als Betriebsrat auf offiziellem Wege nicht zugänglich waren. In beiden Fällen legte sich das Arbeitsgericht in Neudorf aber quer.

Zum Jahresende dann eine positive Schlagzeile, diesmal von dem umstrittenen Betriebsrat: Sein Einsatz für eine Wiedereingliederung von Mitarbeitern, für Tarif- statt Niedriglöhne, wurde auf dem Deutschen Betriebsrätetag in Bonn gleich mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt.