Doch kein Drama

Zu „Nachfolger für Edeka-Markt auf der Münchener Straße gesucht“: Die Münchener Straße ist eben nicht mehr das „Einkaufszentrum des Duisburger Südens“, wie sie gerne vom Werbering hochgejubelt wird, sondern eine graue, langweilige Straße mit grauen, langweiligen Geschäften, denen zunehmend und völlig nachvollziehbar die Kunden weglaufen. Den Händlern an der Münchener Straße geht mittlerweile der Hintern auf Grundeis. Wer mobil ist, kauft anderswo.


Problematisch ist es jedoch für Alte, Kranke und Nichtmotorisierte. Für diesen Personenkreis wird die Grundversorgung schwieriger, aber nicht unmöglich. Hierfür gibt es Neukauf an der Düsseldorfer Landstraße, Netto Ecke Düsseldorfer Landstraße/Münchener Straße und Penny am Sittardsberg sowie Bieletzki an der Sudetenstraße (Bäckerei und Tante-Emma-Laden).

Zum gleichen Thema: Die Stimmen zur Schließung sind teilweise auch lächerlich, wenn da gesagt wird, dass man unbedingt wieder ein ordentliches Lebensmittelgeschäft an der Stelle bräuchte und der Discounter an der Düsseldorfer Landstraße nicht alles an Produkten anbietet. Das soll wohl ein Witz sein? Der Edeka an der B 8 ist mindestens dreimal so groß mit größerer Auswahl als der alte Tonscheidt-Edeka an der Münchener Straße! Da wird davon gesprochen, dass man zum Discounter müsse – was war das denn vorher? Und wer den großen Edeka an der B 8 als Discounter bezeichnet, liegt völlig falsch. Es gibt dort drei Frischtheken mit Bedienung (Fisch, Käse, Fleisch/Wurst). Einfach mal erst gucken und dann reden. Was nicht heißt, dass ich die Schließung befürworte.

Zum gleichen Thema: Dass Tonscheidt als Unternehmer so ist, mussten ja schon andere Standorte feststellen, zum Beispiel sein ehemaliges Geschäft an der Lo­tharstraße. Dieses schloss er vor einigen Jahren quasi in einer Nacht- und Nebelaktion. Und jetzt? Es machte doch schon länger das Gerücht die Runde, dass der Laden an der Münchener Straße zugemacht würde, wenn der Geschäftsführer in den Ruhestand gehen würde.