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Die spontane und die sorgfältige Malerei

05.06.2012 | 19:16 Uhr
Die spontane und die sorgfältige Malerei
Chinesische Tuschemalerei in der Bezirksbibliothek in Buchholz. Foto: Fabian Strauch/WAZ-FotoPool

Buchholz. Sieglinde Jurack hat ihre chinesischen Gemälde in Tuschemalerei erweitert und präsentiert sie jetzt erneut. Schon als Kind hat sie gemalt. Doch erst als ihre Kinder groß waren, hat sie sich wieder der Malerei gewidmet.

Zunächst besuchte sie Zeichen- und Aquarellkurse. Die chinesische Tuschemalerei lernte sie dann 2001 bei der Volkshochschule kennen. Daraus wurde ihre große Leidenschaft.

Nach nun elf Jahren eröffnete sie ihre bereits zweite Ausstellung in der Bezirksbibliothek an der Sittardsberger Allee. „Dem Team der Bibliothek und den Besuchern hat die Kunst so gut gefallen, dass wir Frau Jurack noch einmal gebeten haben, hier auszustellen“, erzählt Bibliotheksleiterin Özlem Yalinci. Zahlreiche Gäste bestätigten den Erfolg und ließen sich erneut verzaubern.

Angefangen hat Sieglinde Jurack mit der Blumen- und Vogelmalerei - einer Art der chinesischen Tuschemalerei. In der diesjährigen Ausstellung präsentiert sie ergänzend Landschaftsmalerei. Motive wie Wasser, Steine und Vegetation dürfen bei dieser Art der Malerei nicht fehlen.

Gemalt wird auf dünnem Reispapier. Der Vorteil ist, dass die Farben direkt in die Papierfasern fließen. Außerdem gibt es zwei unterschiedliche Typen von Tuschemalerei. „Da wären die spontane und die sorgfältige Malerei“, erklärt sie. Während man sich bei der spontanen Malerei auf das Wesentliche konzentriert, werde bei der sorgfältigen Malerei auf Details geachtet. „So können es mal 20 oder 25 Schichten werden, bis man die gewollte Schattierung erhält.“ Wie lange man insgesamt für so ein Kunstwerk braucht, kann die Großenbaumerin allerdings nicht genau sagen. „Es kann Monate dauern, da man immer nur auf trockenem Untergrund malen kann.“

Ist ein Bild dann komplett getrocknet, wird es geleimt und mit einem weiteren Reispapier verbunden. Unter den Bildern findet man auch chinesische Kalligramme. „Diese Zeichen stehen zum einen für das Motiv und zum anderen für das Datum und den Künstler“, informiert die Künstlerin. Auch sie hat traditionsgemäß ein eigenes Kalligramm.

Um kommerziellen Erfolg gehe es der Hobby-Künstlerin allerdings nicht. „Leben muss ich davon nicht, aber es ist so entspannend zu malen, weil man die Umwelt vergessen kann.“ Die Ergebnisse möchte sie mit interessierten Menschen teilen. „Es ist einfach schön, wenn sich andere an den Bildern erfreuen.“ Besucherin Monika Focks ist begeistert: „Ich hab’ zwei, drei Exponate gesehen, die mir sehr gut gefallen haben.“ Sieglinde Jurack sei einfach ein Vorbild mit ihrer Kreativität und Lebendigkeit.

Die Ausstellung und endet erst am 14. Juli in der Bezirksbibliothek an der Sittardsberger Allee 14. Der Eintritt ist frei.

Stefanie Voos


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