Die Narren waren außer Rand und Band
15.02.2010 | 16:11 Uhr 2010-02-15T16:11:00+0100
Viel Stimmung bei Alle Mann an Bord und Op de Hippe Höh
„Kultur in DU - wat sachse nu?” ist das städtische Motto der diesjährigen Karnevalssession. Die Vereine im Süden legten sich am Wochenende noch einmal ordentlich ins Zeug, damit die Gäste der diversen Unterhaltungsveranstaltungen nur zu einem Fazit kommen konnten: „Gut ist die Kultur in DU”. Sowohl das Bordfest der KG „Alle Mann an Bord” als auch die Prunksitzung der KG „Op de Hippe Höh” waren ausverkauft. In der Aula des Mannesmann-Gymnasiums schunkelte das Publikum schon, während sich die Band „Soundland”, die den kompletten Abend begleitete, noch einspielte. Als dann die Offizierskorps die Bühne kaperten und das Vereinslied schmetterten, hielt es keinen der 550 Gäste mehr auf dem Stuhl. Zum 55-jährigen Vereinsbestehen hatten Präsident Wilfried Schmitz und seine Helfer ein Programm zusammengestellt, das die närrischen Herzen schneller schlagen ließ. Das Tanzkorps fegte bei einer Technoversion vom Fetenhit „Das Rote Pferd” über die Bühne. Zusammen mit den Tanzbären überraschten die Tänzer außerdem mit einem Jubiläums-Showtanz, der einmal um die ganze Welt führte. Die Minigarde zeigte einen Showtanz, der an das Tarzan-Musical angelehnt war. Angeleitet von Trainerin Silvia Heilmann präsentierten sich die 20 Kids im Alter zwischen drei und zehn Jahren als muntere Leoparden. Für Unterhaltung sorgten außerdem viele Größen der jecken Welt: die Humoristen „Die Erdnuß” und „Manni, der Rocker” ließen kein Auge trocken, ebenso der Bauchredner Gerard. Musikalische Kamelle steuerten die „Birkesdörpe Buure Bänd”, die verrückte Bläsertruppe „Ratsherren Unkel” und das Frauenduo „That's Lady's Entertainment” bei. In der Aula der Gesamtschule-Süd herrschte ebenso ausgelassene Stimmung unter den 240 Gästen und Vereinsmitgliedern. Zum Auftackt besuchte Kinderprinz Leon I. die Sitzung und unterstützte die Kindergarde der KG „Op de Hippe Höh”. Tanzmariechen Carina musste allerdings alleine auf die Bühne, da Co-Tänzerin Jennifer sich eine Verletzung am Bein zugezogen hatte und ihr die akrobatischen Hüftschwünge fürs erste ärztlich verboten wurden. Doch auch solo tanzte sich Carina in die Herzen des Publikums. Auch in Großenbaum war das Programm vom Feinsten: „Die Krähenfelder”, „Herr Fröhlich” und die „Blue Bananas” brachten mit bekannten Karnevalshits die Gäste zum Tanzen. Zum Training der Lachmuskeln eingeladen waren Edno Bommel und Ellen Obiere sowie das Männerballett „The Hippendales”, das auch schon Weiberfastnacht viel Applaus erntete. Zum Finale präsentierte „New Sensation”, die Showtanzgruppe des Vereins, ihr neues Programm.Natürlich durfte auf beiden Veranstaltungen als Highlight der Auftritt von Prinz Michel I. plus Gefolge nicht fehlen.
Skiunterwächse
Mit 140 aktiven Vereinsmitgliedern war die KG „Alle Mann an Bord” aus Buchholz die größte Gruppe auf dem Rosenmontagszug. „Nach unseren sechs ausverkauften Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 3000 Besuchern ist der Zug nochmal der vereinsinterne Höhepunkt der Session”, weiß Präsident Wilfried Schmitz. Auf den zwei Festwagen wurden zwei Tonnen Wurfmaterial unter die närrischen Besucher am Straßenrand gebracht. „Kälte und ein bisschen Schnee sind für den Karnevalisten aber definitiv angenehmer als Regen”, findet Admiral Hugo Beckmann, der seit über 30 Jahren für die KG aktiv ist. Da stimmen ihm auch die Gleichgesinnten von „Op de Hippe Höh” zu: „Für die Männer gibt es Skiunterwäsche, für die Tanzmariechen Strumpfhosen, Stulpen und Mäntel”, sagt Geschäftsführer Holger Sandten. „Für den Rosenmontagszug haben wir neun Säcke voller Süßigkeiten eingekauft. Aber nur die guten Sachen, nach denen sich die Leute auch noch im Schnee bücken”, so Schatzmeisterin Renate Rüster. Für sie und ihr 20-köpfiges Team waren die drei großen Veranstaltungen der KG mehr Arbeit als Vergnügen: „Wir feiern immer nach dem Rosenmontagszug”.
0mitdiskutieren