Der neue Gasometer soll schöner werden

Der alte Gasometer steht grau in grau. Der Neue soll, so wünscht es sich der Bürgerverein Ehingen, farblich gestaltet und vielleicht sogar illuminiert werden.
Der alte Gasometer steht grau in grau. Der Neue soll, so wünscht es sich der Bürgerverein Ehingen, farblich gestaltet und vielleicht sogar illuminiert werden.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Bürgerverein Ehingen hat konkrete Vorstellungen, wie man den neuen Gasometer gestalten könnte. Bei HKM steht man den Vorschlägen offen gegenüber

Duisburg.. Der Stahlkoloss im Süden könnte ganz besonders werden: Der Bürgerverein Ehingen will sich aktiv in die Planungen zum neuen Gasometer bei den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM) einbringen. Heiner Lambertz, Vorsitzender des Bürgervereins, und seine Mitstreiter hätten ihn gern farblich gestaltet und am liebsten illuminiert, also angestrahlt. Bei HKM steht man dem grundsätzlich offen gegenüber, wie Pressesprecherin Karin Aust auf Anfrage mitteilt.

Gasometer rückt näher an die Ehinger Häuser

Ein Grund für die besondere Gestaltung: Der neue Gasometer wird größer als der alte, vor allem aber rückt er nach Angaben von Heiner Lambertz näher an die Häuser von Ehingen. Der Abstand zwischen Gasometer und Wohnbebauung verringert sich laut Lambertz von knapp 250 auf knapp 170 Meter.

Bei einem Gespräch in der vergangenen Woche hat Heiner Lambertz Verantwortlichen für das Projekt auf der Hütte die Wünsche erläutert. „Wir haben mal Bilder gesammelt, wie man den Gasometer illuminieren kann“, sagt der Vorsitzende des Bürgervereins. „Man könnte theoretisch eine Landmarke daraus machen, eine Mischung aus Gasometer und Tiger & Turtle.“ Allerdings ist der HKM-Ga­someter für die Nicht-Ehinger nur aus einiger Entfernung zu sehen, da er ziemlich nahe am Rhein steht, also im südwestlichen Bereich des Hüttengeländes.

Besonderer Erkennungswert für die Bevölkerung

„Ich kann den Leuten bei HKM ja nichts vorschreiben, sondern sie nur bitten“, ist sich Lambertz bewusst. Aber ihm schwebt vor, dass mit einem besonders hervorgehobenen Gasbehälter dieses Ausmaßes ein besonderer Erkennungswert für die Bevölkerung verbunden sein könnte. Dazu fällt ihm das frühere beleuchtete Bayer-Kreuz in Leverkusen ein. „Wenn man früher aus dem Urlaub in Süddeutschland zurückkam“, sagt er, „dann wusste man, wenn man auf der A 3 am Ba­yer-Kreuz vorbei fuhr, man ist wieder daheim.“

„Wir haben gerade erst den Planungsauftrag für den neuen Gasometer vergeben“, berichtet Karin Aust. Erst würden also einmal die Pläne erstellt, dann gehe es damit in das amtliche Genehmigungsverfahren. Zeit genug also, um sich die Überlegungen des Bürgervereins in Ruhe durch den Kopf gehen zu lassen. Im Mai will HKM dem Bürgerverein Rückmeldung geben, wie so etwas konkret aussehen könnte.

15 Millionen Euro Kosten

Der neue Gasometer soll mit 68,5 Metern Höhe etwas höher ausfallen als der heutige, der es auf 60 Meter bringt. Seine Speicherkapazität würde von heute 50.000 auf 70.000 Kubikmeter wachsen. 15 Millionen Euro an Kosten hat HKM dafür eingeplant. Der heutige Gasometer stammt aus dem Jahre 1959. Er ist stahlgrau mit einer gelben Oberseite. Damit hat HKM unter anderem Korrosionsprobleme. „Vor allem aber sind die damals verwendeten Dichtungen aus Gummi heute nicht mehr erhältlich“, weiß Heiner Lambertz.