Der KKC: Klein aber fein

Mitte..  Die Karnevalssession neigt sich nach fast vier Monaten ihrem Ende zu. Auf der Agenda steht deshalb hinter den Umzügen am kommenden Wochenende auch die jährlichen Events der Karnevalsgesellschaften. Am Samstagabend trug auch der Kasslerfelder Karnevals Club (KKC) mit der Galanacht seinen Teil zum närrischen Treiben bei. Dass der Verein aus dem Duisburger Zentrum mit rund 50 Mitgliedern zu den kleineren Vereinen der Stadt gehört, sollte der Stimmung bei der Veranstaltung, die in karnevalistischer Manier um elf nach Acht begann, allerdings nicht schaden.

Los ging’s, nach Einmarsch und Begrüßung, natürlich mit der Büttenrede. „Der Pio“ tritt mit Hose in schottenmuster, Fokuhila und T-Shirt mit dem Schriftzug „Ehemann“ über der Brust vor die Gäste. Warum er gerade diese Oberbekleidung gewählt hatte, das konnte man sich schnell erschließen, denn der Humorist hatte weistestgehend Witze über seine Gattin mitgebracht. Es gefiel und brachte ihm tosenden Applaus ein. Und Moderator Wolfgang van Hasz stellte schon nach dem Auftakt klar: „Unsere Regel ist hier: Niemand geht ohne Zugabe von der Bühne.“

In Stein gemeißelt war diese Vorschrift dann allerdings doch nicht, zumindest durften Zwei von einer Ausnahme gebrauch machen: Das Kinderprinzenpaar Janik I. und Paula I. Die beiden königlichen Jüngsten zeigten 15 Minuten lang ihr ganzes Können, sangen aus voller Kehle. „Wir wollen die Kinder ja nicht kaputt machen,“ betont van Hasz und das sahen natürlich auch alle Besucher ein. Dazu gab es später noch Gardentanz, Schlagergesang, Guggimusik und eine artistische Showeinlage vom Tanzpaar des königreich Duissern, Emma und Leon.

Die Galanacht ist das einzige Session-Event des KKC. Präsident Alfred Tüffert ist trotzdem zufrieden: „Wir sind nunmal ein kleiner Verein und es werden leider auch immer weniger Leute. Den Spaß am Karneval lassen wir uns dadurch nicht verderben.“

Tüffers ist das siebte Jahr im Amt: „Viele Leute denken, dass man als Vereinsmitglied hier das ganze Jahr nur feiert, der Präsident vorne her. Dem ist nicht so. Auch für uns gibt es Regeln, Satzungen und alles was sonst noch dazu gehört“, berichtet der 71-Jährige. „Im Endeffekt ist ein Karnevalsverein keinen Deut weniger Arbeit als zum Beispiel ein Sportverein. Und es geht um das selbe: die Gemeinschaft.“

Nächste Woche geht’s dann für die Mitglieder, wie könnte es auch anders sein, mit Wagen zum Umzug durch die Innenstadt und zum Kinderumzug durch Hamborn.