Denkmalschutz ohne Kompromiss

Ein Jahr lang haben Wedauer Bürgerinitiative Denkmalschutz und Denkmalbehörde versucht, einen Kompromiss zu finden im Kleinkrieg um die Gestaltung ihrer Häuser, Gärten und Vorgärten. Nun hat die Bürger-Delegation ihr Mandat zurückgegeben. Der Frust sitzt nach einem Gespräch und zwei weiteren Workshops, geleitet von Baudezernent Carsten Tum, offenbar tief bei den Wedauern. Sie fühlen sich, wie sie sagen, belehrt statt ernst genommen, auf Kompromisse sei die Stadt nicht eingegangen. Sie beendeten die Verhandlungen mit einem Knall: Auch die Denkmalschützer lasen es erst in der Zeitung.


Am Sonntag feiert Roland Winkelmann Silbernes Priesterjubiläum, danach warten weniger erfreuliche Aufgaben auf der Pfarrer der Süd-Gemeinden. Das Bistum spart, will 30 Prozent weniger ausgeben. Die Aufgabe weiterer Kirchen ist wohl unvermeidlich. Winkelmann will die Gelegenheit auch zur konzeptionellen Erneuerung nutzen. Auch die Protestanten stellen ihre Immobilien auf den Prüfstand. Es gilt, gemeinsam christliches Leben weiter sichtbar zu machen. Der Fall Hüttenheim, wo beide Kirchen schlossen, soll sich nicht wiederholen, sagt Pfarrer Winkelmann.