Den Wechsel zur Telekom teuer bezahlt

Huckingen..  Eigentlich wollten wir nicht mehr so häufig über die Telefonprobleme unserer Leser schreiben – es wird langweilig auf die Dauer. Aber den Fall des Installationsbetriebs Stiller von der Düsseldorfer Landstraße greifen wir nun doch noch mal auf. Seit dem 11. Dezember, also mittlerweile seit dreieinhalb Wochen, ist die Huckinger Firma quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Für Oliver Stiller eine existenzbedrohende Situation.

Der Installateur wollte zur Telekom wechseln. „Vodafone konnte uns die 50 000er DSL-Leitung nicht anbieten“, nennt Stiller den Grund. Am 11. Dezember letzten Jahres sollte die Leitung von der Telekom freigeschaltet werden, ein Techniker war vor Ort. Doch er konnte den Anschluss nicht einrichten.

„Wir haben unzählige Telefongespräche vom privaten Handy meiner Frau geführt, waren in verschiedene Telekom-Läden. Immer wieder hieß es, wir können nichts für sie tun“, berichtet der Installateur von seinen Problemen.

Daten sind nicht angekommen

Jetzt fragte die Stadtteil-Zeitung nach. „Es gibt hier bei der Firma Stiller in der Tat Probleme, und zwar mit der Versendung der Zugangsdaten für den Anschluss. Grund dafür ist eine abweichende Briefkastenadresse von der Anschlussadresse. Diese abweichende Empfängeradresse ist wohl nicht angegeben worden, so dass die Post mit den Zugangsdaten ins Leere gelaufen ist“, heißt es bei der Telekom

„Immerhin haben wir seit dem zweiten Weihnachtstag eine Rufumleitung auf unsere Handy-Nummer 0175/ 477 488 4. Ab Anfang Januar will man unseren Anschluss bereinigen, sagt Oliver Stiller.

„Wir arbeiten derzeit noch einige alte Aufträge ab. Neue kommen ja nicht rein, weil uns ja niemand erreichen kann. Wenn das noch länger so weitergeht, müssen wir irgendwann Insolvenz anmelden“, ist Oliver Stiller besorgt.

Nicht alle Kunden sind so treu wie die ältere Dame, die mit dem Taxi zu dem Installationsbetrieb fuhr, weil sie ihn telefonisch nicht erreichen konnte.