Da hilft nur der völlige Atom-Ausstieg
15.06.2010 | 12:50 Uhr 2010-06-15T12:50:00+0200
Das „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“ hat die Anlage von GNS in Wanheim ins Visier genommen. Martin Kleinwächter sprach darüber mit Matthias Eickhoff, einem der Sprecher.
Weshalb ist die Atommüll-Konditionierungsanlage der GNS, der Gesellschaft für Nuklear-Service, die es seit 1985 hier gibt, für Sie so von Interesse?
Eickhoff: Im November 2009 hat GNS die Genehmigung erhalten, schwach bis mittel radioaktive Abfälle aus Wanheim auch in das 1992 eröffnete Zwischenlager nach Ahaus zu transportieren.
15:27
Fortseztung des Kommentars:
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat zwar im Januar seine Entscheidung bekanntgegeben, den Atommüll aus Asse II herauszuholen, das Bundesumweltministerium - Röttgen - sucht aber wohl noch jemand der den Langzeitsicherheitsnachweis, was natürlich eigentlich nur eine Langzeitsicherheitsprognose sein kann (deshalb nennen wir sie auch so) für die Flutung, die sie Vollverfüllung nennen, herbeirechnet. Schon vor der Einlagerung gab es solche Wissenschaftler, wie Prof. Klaus Kühn, der für Asse II prognostizierte, dass Laugenzufluss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen sei. Dabei hatten sie vor der Einlagerung extra noch Salz eingelagert, da der Boden schon nass war. Außerdem waren Asse I und Asse III schon abgesoffen, wie der Bergmensch zu sagen pflegt. Dieser Herr Kühn grämt sich allerdings nicht in irgend einer dunklen Kammer und hat schlaflose Nächte - wie wir -, sondern berät und rät Herrn Röttgen zu Gorleben.
Ja, Geschichte wiederholt sich halt doch.
Aber dieses Mal müssen wir aufpASSEn! Schön, dass ihr uns dabei helft.
Hoffentlich strahlungsfreie Grüße aus dem wunderschönen Wolfenbüttel an der genau so schönen Asse (ja unterirdische Endlager verschandeln die Landschaft nicht so wie Windräder!!!!)
Eleonore Bischoff
15:25
Ich danke euch für eure Berichterstattung. Ich wohne mit meiner Familie zwischen Asse II und Schacht Konrad, der direkt unter bewohntem und bewirtschafteten Gelände liegt.
Übrigens haben jetzt Anwohner des Endlagers Schacht Konrad in Salzgitter Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Genehmigung der Deponie für schwach- und mittelstrahlenden Atommüll eingelegt, da die Langzeitsicherheit des Endlagers in Deutschland bislang nicht einklagbar ist.