Bürgerverein will keine Bebauung im Angerbogen

Westlich der Düsseldorfer Landstraße soll auf 15 Hektar ein neues Wohngebiet entstehen.Dagegen wehrt sich der Bürgerverein Huckingen. Er kritisiert den Verlust des Erholungswertes.
Westlich der Düsseldorfer Landstraße soll auf 15 Hektar ein neues Wohngebiet entstehen.Dagegen wehrt sich der Bürgerverein Huckingen. Er kritisiert den Verlust des Erholungswertes.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Der Huckinger Bürgerverein wendet sich mit Vehemenz gegen ein Neubaugebiet am Alten Angerbach. Über die Planung berät die Politik am Donnerstag,

Huckingen..  Der Bürgerverein Huckingen wehrt sich vehement gegen den Plan, die 15 Hektar große Grünfläche zwischen Düsseldorfer Landstraße, Alter Angerbach und Hermann-Spillecke-Straße für Wohnungsbau zu nutzen. Ob dafür ein Bebauungsplan aufgestellt wird, beraten Bezirksvertretung Süd und Ausschuss für Stadtentwicklung am morgigen Donnerstag, 11. Juni, in einer gemeinsamen Sondersitzung im Rathaus (15 Uhr).

Ziel der Planung sei die große Nachfrage nach Wohnbauland im Duisburger Süden, so die Verwaltung: „Ziel ist die Schaffung eines Wohnquartiers durch die Arrondierung der Fläche als Abschluss der Gesamtentwicklung Angerbogen.“

Davon könne keine Rede sein, meint Rolf Peters, Vorsitzender des Bürgervereins. „Schon die Bebauung des Angerbogens war eine deutliche Ausweitung der vorhandenen Siedlungsfläche.“ Die Planung widerspreche sowohl dem Landesentwicklungsplan als auch dem Flächennutzungsplan-Vorentwurf „Duisburg.2027“, der eine Binnen- vor Außen-Entwicklung als Grundprinzip formulieren. „So werden die wenigen noch vorhandenen Grünflächen im Duisburger Süden zersiedelt und intensiv genutzte Erholungsräume zerstört“, meint Rolf Peters: „Die Stadt erzielt Erlöse auf Kosten der Landschaft.“

Die Forderung, die Planung umgehend zu stoppen und die Freifläche zu erhalten, begründet Peters mit dem Votum der Jahresversammlung, die sich dafür im März mit großer Mehrheit ausgesprochen habe.