Bürgerverein will auf Neubaugebiete verzichten

Großenbaum/Rahm..  Zur Beratung des Konzepts Duisburg 2027, der Vorstufe für den neuen Flächennutzungsplan, hat jetzt auch Vorsitzender Bernd Daub für den Bürgerverein Großenbaum/Rahm einen Offenen Brief an die Bezirksvertretung Süd gerichtet.

„Mit einer Befürwortung ebnen Sie den Weg, bestehende Landschaftsschutzgebiete in Wohnbaugebiete umzuwandeln“, warnt er die Bezirksvertreter. Das seien im Fall von Großenbaum und Rahm gleich 27 Hektar Fläche, also 27 mal 10 000 Quadratmeter, mit deren Verkaufserlösen die maroden Stadtfinanzen saniert werden sollten. „Gerade weil wir diese Landschaftsschutzgebiete haben, sind unsere Ortsteile für Zuwanderer und Erholungssuchende so interessant“, schreibt Daub und bittet darum, mindestens 50 Prozent davon zu erhalten. „Auch Ihre Enkel und Urenkel möchten sich noch an den freien Flächen erfreuen können.“ Ansonsten sei mit Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht zu rechnen.

Angesichts höherer Grunderwerbsteuer, hoher Grundsteuer und hohen Kita-Gebühren sei das Bauen im Duisburger Süden ohnehin nicht mehr so attraktiv wie früher. Dass man bis heute vergeblich um eine Busanbindung für Rahm-West kämpfe, zeige, wie verfehlt schon die alte Stadtplanung sei.