Buchholzer Autor veröffentlicht sein zweites Buch

Werner Zapp nimmt sich in seinen Geschichten auch gerne mal selbst aufs Korn.
Werner Zapp nimmt sich in seinen Geschichten auch gerne mal selbst aufs Korn.
Foto: Strauch
Was wir bereits wissen
Werner Zapp aus Duisburg-Buchholz hat sein zweites Buch veröffentlicht. Die Ideen für seine Kurzgeschichten stammen oft aus dem realen Leben.

Buchholz..  „Eine Geschichte mit Happy End ist nichts für mich. Viel zu niedlich. In meinem ersten Buch hatte keine Geschichte ein gutes Ende“, beschreibt Werner Zapp seinen Schreibstil. In seinem neuen Buch, seinem „Zwischenbuch“, wie es der Autor selbst nennt, bleibt das Böse jedoch außen vor. In „Geschichten umständehalber abzugeben“ schreibt Zapp oft über sich selbst, über Erinnerungen und Albträume oder einfach aus der Fantasie heraus.

Für den Buchholzer ist es wichtig, den Leser oder den Zuhörer direkt mitzunehmen und zu unterhalten. „Mal ehrlich, eine Lesung aus einem Roman ist doch meistens unbefriedigend. Entweder fehlt der Anfang, das Ende oder sogar der ganze Zusammenhang“, sagt der 64-Jährige. „Wenn man aber Kurzgeschichten vorliest, lässt man die Zuhörer nicht so im Regen stehen.“ Je nach Stimmung könne man auch „umdisponieren und statt einer lustigen eine spannende Geschichte vortragen“, sagt Zapp.

Das Schreiben liegt in der Familie Zapp

Wann Werner Zapp das Schreiben für sich entdeckt hat, weiß der überzeugte Duisburger gar nicht mehr so genau. Dabei liegt das Schreiben in der Familie. Sein Bruder Bodo Zapp war jahrelang Chefredakteur der Westfalenpost (WAZ-Gruppe). Irgendwann habe er mal was geschrieben, wieder zur Seite gelegt und was Neues angefangen. „Ich schreibe auch schon seit Jahren an zwei Romanen gleichzeitig. Und das bedeutet bekanntermaßen, dass nicht einer fertig werden wird“, nimmt er sich selbst nicht so ernst. „Deswegen schreibe ich ja auch hauptsächlich Kurzgeschichten.“

Die Ideen für die Geschichten stammen oft aus dem Leben. So ist ,Kennen Sie solche Leute? 1.0’ auch eine seiner Lieblingsgeschichten. „Irgendwie erkennt sich jeder darin wieder“, sagt Zapp, „oder zumindest einen Bekannten.“ Werner Zapp nimmt sich in seinen Geschichten auch selber gerne mal aufs Korn, lässt sich von seiner Frau in ,Die Jacke’ auch mal als „Schlurf“ bezeichnen. Andersherum ist seine Monika auch immer wieder Thema in seinen Geschichten. „Zum Glück weiß sie, dass vieles überspitzt und ausgedacht ist. Meine Frau nimmt mir meine Schreiberei nicht übel.“

Vielleicht aber die Zeit, die Werner Zapp für sein Hobby investiert. Mehrfach im Monat ist er auf Lesungen unterwegs. Mal alleine, mal in verschiedenen Autoren-Gruppen. In Buchholz stellt er zum Beispiel seit 2013 zweimal im Jahr zusammen mit seinem Autoren-Kollegen Raniero Spahn in der Bezirksbibliothek Süd im Rahmen der Literaturserie „Buchholzer Autorenplausch“ Autoren aus Duisburg und der Region vor.

Und seit neuestem hat der Neu-Rentner, der „eigentlich keine Zeit für Hobbys hat“, eine weitere Beschäftigung für sich entdeckt: Ab April steht er in Bochum als Schauspieler auf der Bühne.