Brandt will Bezirksvertretungen politisch aufwerten
11.08.2009 | 14:22 Uhr 2009-08-11T14:22:00+0200Der SPD- Oberbürgermeister- Kanidat will als Chaf im Rathaus wieder für Präsenz der Fachverwaltung in den Sitzungen sorgen. Bezirkspolitiker sollen Weichen stellen
Für den Fall seiner Wahl zum OB am 30. August kündigt SPD-Kandidat Jürgen C. Brandt jetzt eine Wende im Verhältnis von Rathaus und Bezirksvertretungen an. „Die Bezirke benötigen eine kraftvolle Stimme”, so der Spitzenkandidat. Von dort aus müsse die Gestaltung der Stadt betrieben werden. Dafür aber müssten bessere Rahmenbedingungen her.
Das beginnt mit der finanziellen Verantwortlichkeit. Seit 2007 gibt es das eigene Bezirksbudget in Duisburg. Zuletzt nahmen die Bezirksvertreter davon keine Notiz mehr, weil schon alle Etat-Mittel von der Verwaltung verplant waren. „Ich werde als OB einen eigenen Bezirks-Etat einbringen. Auszufüllen ist er dann von den Bezirksvertretern”, so Brandt.
Zwar, sagt Brandt, seien verständlichere Vorlagen auch wichtig. „Wichtiger aber noch ist mir die Diskussion in den Sitzungen.” Die Fachverwaltung müsse dort wieder präsent sein. „Das hat auch etwas mit Ernstnehmen zu tun”, so der frühere Stadtdirektor. „Schließlich muss dort die soziale und politische Verträglichkeit von Entscheidungen sichergestellt werden.” Brandt selbst will als OB künftig mindestens einmal im Jahr an einer Sitzung jeder Bezirksvertretung teilnehmen. Er wünscht sich selbstbewusste, starke Bezirksamtsleiter.
Schließlich muss nach Ansicht des SPD-Spitzenkandidaten die Erarbeitung von Bebauungsplänen forciert werden. Allerdings sei das ein Personalproblem. „Wir müssen sehen”, so Brandt mitBlick auf strenge Auflagen der Kommunalaufsicht und nötige Neueinstellungen, „was wir überhaupt noch dürfen.” Allerdings werde es keine personelle Verstärkung der Bezirksämter geben. Vielmehr komme es auf das Selbstverständnis der dortigen Bediensteten und der Bezirksvertreter an, welche Rolle sie spielen wollten. Brandt: „Es muss Verantwortung getragen werden.”
08:58
Die Initiative, die Bezirksvertretungen in der praktischen Arbeit und der Durchsetzungeskraft ganz konkret zu stärken ist gut. Adolf Sauerland würde es gut stehen, diese Denkrichtung 1:1 zu übernehmen. Das kann er jetzt ja auch noch tun. Viele CDU-Vertreter vor Ort sehen das auch so. Zwar hat Brandt in seiner Zeit als Stadtdirektor auch nicht durch beste Zusammenarbeit mit den BVen geglänzt. Ich schaue nach vorne und würde ihn ggf. beim Wort nehmen. Wenn allerdings Fraktionen aus der BV Rheinhausen (Grüne/SPD/BL) jetzt beispielsweise das Recht der BV auf Stadtteilgestaltung einklagen müssen, ist das schon fatal. Denn wir brauchen mehr Demokratie vor Ort, eine bessere Anbindung an die Bedürfnisse der BürgerInnen in den Bezirken. Ein anderes Beispiel sind Baumfällungen in Homberg, wo die Beschlüsse der BV aus der Verwaltung heraus bekämpft wurden, anstatt sie politisch und organisatorisch zu unterstützen. Da fehlt immer noch die eigentlich banale Erkenntnis, dass die Zukunft von Politik die stärkere Einbindung der BürgerInnen selbst ist.
Matthias Schneider, Grüne DU-West/Ruhrort
21:50
herr brandt redet quatsch und hat vergesseb das er die bezirksvertretungen abschaffen wollte. schade herr mkw sie waren schon mal als journalist besser