Berufskollegs: Prestigedenken im Spiel
12.02.2010 | 11:08 Uhr 2010-02-12T11:08:00+0100Bertolt-Brecht-Berufskolleg: Für Schülersprecher Oliver Hösl hat der Neubau in Neudorf mit Sparpolitik nichts zu tun. Er vermutet hinter den Plänen, die Schule Am Ziegelkamp auslaufen zu lassen, Prestigedenken, das der Finanzlage absolut unangemessen sei.
Prestigedenken, das der Finanzlage absolut unangemessen sei, vermutet Oliver Hösl, stellvertretender Schülersprecher des Bertolt- Brecht-Berufskollegs, jetzt hinter den Plänen, die Schule Am Ziegelkamp auslaufen zu lassen.
Hösl bezieht sich auf Berichte, wonach das neue Berufskolleg in Neudorf die Stadt 25 Jahre lang jährlich 7,5 Mio Euro koste. „Mit den Kosten für diesen Neubaukomplex könnte man derzeit jährlich fünf Berufskollegs unterhalten”, schreibt Hösl unter Hinweis auf Zahlen, die bei den „Haushaltstagen” der Stadt genannt worden seien. Für den Schülersprecher hat sich die Stadt mit dem Neubau für 5 000 Schüler in Neudorf schlicht übernommen. Viele andere Einrichtungen in der Stadt müssten nun dafür „bluten”. „Hier geht wieder einmal Prestige vor Fürsorge für die Bevölkerung”, so sein Fazit. Denn sicher sei es kein Zufall, dass der Beschluss für den Neubau noch in der letzten Sitzung des alten Rates „durchgeboxt” worden sei – bevor sich die Mehrheitsverhältnisse geändert hätten.
Hösl: „Besonders heikel ist, dass in Schülerkreisen bekannt geworden ist, dass die CDU-Fraktionsvorsitzende (Petra Vogt – d. Red.) zum Lehrerkollegium des Berufskollegs Duisburg-Mitte gehört. Schüler zählen nur 1 + 1 zusammen.” Die benachteiligten Schüler ohne Ausbildungsvertrag würden in dem Riesenkomplex völlig untergehen, befürchtet Hös
0mitdiskutieren