Beim Klassentreffen funkte es plötzlich

Großenbaum..  Sie waren die allererste Abschlussklasse der katholischen Grundschule Großenbaum, die Schüler, die 1947 eingeschult wurden. Acht Jahre später endete die gemeinsame Schullaufbahn acht Jahre später. Und 60 Jahre später tragen sich immerhin noch 13 Ehemalige in einer Sermer Gaststätte.

Die Worte „Lange nicht mehr gesehen“ hatten am vergangenen Samstag Hochkonjunktur, und Marianne Mülhoff konnte sogar genau sagen, wie lange. „Seit fünf Jahren“, sagte Mülhoff, die seit 1985 dafür sorgt, dass die alten Schulfreunde alle fünf Jahre zusammenkommen. „Es geht ja darum, alle mal wieder zu sehen, deswegen überlegen wir, das Treffen jetzt vielleicht alle zwei Jahre zu veranstalten“, erläuterte sie ihre Pläne. Das dicke Album mit vielen Fotos und Dokumenten über ihre Grundschulklasse stammt auch von Marianne Mülhoff. Bekommen hat sie die vielen Andenken direkt von der Quelle – nach ihrer Schullaufbahn arbeitete die Duisburgerin 30 Jahre im Sekretariat ihrer alten Grundschule.

In Erinnerungen, ganz ohne Fotoalbum, schwelgten auch Heinz Kuhlen und Gisbert Basso, letzterer war extra aus Raesfeld angereist. „Wir sind ein bisschen traurig, dass wir von Mal zu Mal weniger werden, aber das ist ja leider der Lauf der Dinge“, gab Kuhlen zu. Aber immerhin, so Basso, gebe es nach fünf Jahren Funkstille genug Gesprächsthemen. „Da kommt eins zum anderen“, erklärte er, während Heinz Kuhlen seinen beruflichen Werdegang nach der Schule Revue passieren ließ. Von Mannesmann über die Technikschule ging es in den Umweltschutz bei HKM, der Wohnort ist seit jeher Duisburg.

„Ich bin als Maschinenschlosser über den Stahlbau schließlich bei Faber-Castell gelandet“, erzählte Basso. Er verdankt dem fünfjährlichen Klassentreffen im Übrigen noch viel mehr als nostalgische Erinnerungen. Bei einem der vergangenen Treffen funkte es zwischen Gisbert Basso und seiner ehemaligen Klassenkameradin Ingrid, die jetzt seine Frau ist. Die beiden hatten sich schon in der Schulzeit blenden verstanden.

Die Gedanken wanderten beim Klassentreffen natürlich auch zu den alten Lehrern. „Der Remer war lasch“, erinnerte sich Gisbert Basso lachend, und auch generell waren sich die Schulfreunde einig, dass sie eine schöne Jugendzeit in der Schule verbracht haben .