Bahn-Baustelle führt zu Stau rund um Duisburg-Wanheim

Der Bahnübergang an der Ecke Ehinger Straße/Atroper Straße ist noch bis Donnerstag gesperrt.
Der Bahnübergang an der Ecke Ehinger Straße/Atroper Straße ist noch bis Donnerstag gesperrt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Lange Wartezeiten und Umwege müssen Autofahrer in Kauf nehmen, um in den Duisburger Stadtteil Wanheim zu gelangen. Die Bahnübergänge sind gesperrt.

Duisburg.. Staus und genervte Fahrer, die sich ihre Wege suchen – seit Dienstagmorgen herrscht Verkehrschaos rund um Wanheim. Grund sind die gesperrten Bahnübergänge Heiligenbaumstraße und Atroper Straße. Wie berichtet, war am Samstag ein Waggon auf dem Logport-II-Gelände entgleist. Durch den Unfall wurden Gleise und Weichen so stark beschädigt, dass die Strecke nun komplett saniert und bis Donnerstag, 25. Juni, für den Verkehr gesperrt bleiben muss. Nur Fußgänger und Radfahrer dürfen passieren, der Verkehr wird über Neuenhofstraße und Wanheimer Straße umgeleitet.

„Wir fühlen uns wie auf einer einsamen Insel, eingeschlossen von Bahngleisen“, berichtet Theo Küpper vom Heimat- und Bürgerverein Wanheim-Angerhausen. Viele Bürger haben den Vereinsvorsitzenden angerufen und sich beschwert, dass sie weite Umwege fahren müssen. Denn die Umleitung führe über die Obere Kaiserswerther Straße, an der ebenfalls gebaut werde.

Nur zwei bis drei Autos pro Grünphase

„Die provisorische Baustellenampel ist so programmiert, dass pro Grünphase lediglich zwei bis drei Autos passieren können“, berichtet Leser Etienne Heinen. „Wir hätten uns gewünscht, dass wenigstens ein Übergang geöffnet bleibt“, sagt auch Theo Küpper. Daher fordert er nun eine „bessere Beschilderung der Umleitungen und zügige Bauarbeiten an der Zugstrecke.“ Und ergänzt: „Ich hoffe, dass bei einem Notfall die Feuerwehr trotzdem nach Alt-Wanheim reinkommt.“

„Auch ein Rettungswagen muss die Umleitungswege fahren“, erklärt Stadtsprecher Falko Firlus. Er sehe aber keine Probleme für die Retter, auch über die Umleitungen schnell in den Stadtteil zu gelangen. Die Umleitungs-Beschilderung sei auch für Ortsunkundige ausreichend.

Radfahren ist derzeit eine Alternative

Leser Etienne Heinen hofft derweil, dass die Arbeiten nicht doch länger als bis Donnerstag andauern werden. Bis dahin „werde ich wohl vermehrt mit dem Rad fahren“.