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Babysitter mit Zertifikat

11.11.2012 | 20:00 Uhr
Babysitter mit Zertifikat
acuh Wickeln will gelernt sein. Die Teilnehmer des Babysitter - Kurses für Jugendliche üben an der Puppe.Foto: Eickershoff

Buchholz. „Ihr Name ist Sophia und sie möchte gerne Babysitter werden, weil sie gut mit Kindern umgehen kann“ So wurde die 14-Jährig Sophia von ihrer Interviewpartnerin in der Vorstellungsrunde des Babysitter-Kurses im Familienzentrum Judas Thaddäus vorgestellt. Statt Sophia passt hier auch jeder andere Name der Mädchen, denn dass sie Kinder sehr gern mögen, das haben alle gemein.

Nach anfänglicher Schüchternheit bricht das Eis jedoch immer mehr, mit jeder Anekdote, mit jedem Witz. Alle neun Teilnehmer im Alter von 14 bis 18 Jahren sind weiblich, Jungs schauen im Babysitterkurs selten vorbei. Von der Diplom- Sozialarbeiterin Ulrike Langer wollen die jungen Frauen lernen, wie sie ein guter Babysitter werden können.

Fast alle sind in der Hinsicht schon vorbelastet: Die Eine passt auf ihre kleine Cousine auf, die Nächste hat bereits ein Praktikum im Kindergarten gemacht. Unterschiedliche Vorgeschichten, unterschiedliche Ziele: Für Katharina (16) steht schon fest: „Ich möchte später Erzieherin werden“, während Merle (15) nach ihrem 18. Geburtstag gerne als Au-Pair arbeiten möchte.

Kind in fähige Hände geben

Grundsätzlich lernen erst mal alle Teilnehmerinnen: Babysitten ist mehr als nur ein bisschen Aufpassen. „Für die Eltern ist wichtig, dass sie ihr Kind in fähige Hände geben, die wissen, was zu tun ist. Und das lernen sie hier“, erklärt Ulrike Langer. Was mache ich, wenn das Kind schreit? „Wie wickele ich ein Baby? Welches Spielzeug passt zu welchem Alter? Aber auch Informationen über Rechte, Pflichten und Versicherungsfragen sind Thema. Zum Abschluss des dreistündigen Babysitterkurses winkt nicht nur ein Zertifikat, sondern auch eine Mappe mit den wichtigsten Informationen.

„Dieser Kurs soll den Mädchen Sicherheit geben“, sagt Ulrike Langer. Zusätzlich belegen einige auch noch einen „Erste Hilfe- Kurs am Kind“ bevor sie sich in die Babysitter-Kartei des Familienzentrums aufnehmen ließen.

„Jeder sollte sich überlegen, dass Babysitten Verantwortungsbewusstsein voraussetzt“, so Ulrike Langer. Das sei noch einmal eine andere Kategorie als Jobs wie Regale einräumen.

Nach dem Kurs fühlen sich die Absolventinnen ein Stück sicherer, besser auf ihre Aufgabe vorbereitet. Den Rest eigneten sich die Babysitter im Laufe der Zeit in der Praxis an.

Ann-Kathrin Seidel


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