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„Ausverkauft bei freiem Eintritt“

23.01.2015 | 06:00 Uhr
„Ausverkauft bei freiem Eintritt“
Matthias ReuterFoto: Udo Milbret

Buchholz.   „Kabarett für´n Hut“ startete mit Moderator Matthias Reuter ins neue Jahr. Er und seine Gäste griffen ernste und lustige Themen auf.

„Das ist ja Wahnsinn“, sagt Matthias Reuter, als er ins Publikum blickt. Jeder Platz war besetzt, als der Kabarettist am Mittwochabend in der Bezirksbibliothek Buchholz das erste Mal in diesem Jahr die Rubrik „Kabarett für’n Hut“ moderierte. „Ausverkauft bei freiem Eintritt“, kommentiert der Kabarettist das, denn schließlich wurden die 120 Karten zwar im Voraus verteilt, Geld gibt’s aber erst immer am Ende des Abends, wenn der Hut herumgeht.

Reuter war schon öfter in der Bibliothek zu Gast und ist beim Publikum bekannt. „Bei Reuter passt einfach alles, besonders seine Mimik und Gestik ist amüsant“, lobt Verena Schneider aus Moers.

Diese ausgefallene Gestik sorgt erst einmal dafür, dass Reuter den Mikrofonständer umwirft. Als dann alles wieder steht, beginnt Reuter mit der ersten Nummer des Abends: Ein Lied über das Abitur in Nordrhein-Westfalen, das, laut Reuter, in Naturwissenschaften schwächelt. So braucht der Bruder in seinem Lied auch einen Taschenrechner, weil er das Sudoko sonst nicht lösen kann.

Neben lustigen Themen widmet Reuter sich auch ernsteren Aspekten wie einem Foto des ehemaligen Pegida-Vorsitzenden, Lutz Bachmann, als Hitler. „Das ist einfach nicht lustig. Diesen Pegida-Heinis fehlt jeglicher Sinn für Humor.“ Dabei könne Humor eine Brücke zwischen allen Religionen darstellen, findet Reuter.

Amüsante Beschwerden

Reuter hat mehrere Gäste als Unterstützung eingeladen. Der Wuppertaler Kabarettist Jürgen Scheugenpflug beschwert sich auf amüsante Art und Weise über alltägliche Dinge im Leben, die man doch gar nicht brauche, wie zum Beispiel Flaschenrückgabeautomaten oder Sanifair-Toiletten: „Esoterisches Gedudel und 70 Cent für einmal Pinkeln.“

Volker Diefes aus Krefeld ist spontan eingesprungen und erzählt von seinen Erfahrungen als frischgebackener Papa: „Die Kinder hören Lieder, solche kenne ich sonst nur vom Ballermann.“ Benjamin Eisenberg aus Bottrop konzentriert sich auf politische und geschichtliche Anekdoten: „Früher hatten wir die dicke Bertha, heute haben wir Cindy aus Marzahn.“

Wie immer endet der Abend mit der Rubrik: „Ungeprobt, aber emotional“. So singen alle Akteure gemeinsam das Lied: „Ich war noch niemals in New York“. Etwas Verwirrung aufgrund der Spontaneität ist dabei, aber das sorgt nur für mehr Lacher und Applaus seitens des Publikums.

Am 26. März wird Matthias Reuter wieder zu Gast in der Bezirksbibliothek sein.

Sarah Schröer López

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2015-01-23 06:00
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