Ausstellung im Bezirksamt in Buchholz

Christa Schirmeister bereitet ihre Ausstellung in Buchholz vor.
Christa Schirmeister bereitet ihre Ausstellung in Buchholz vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Claudia Schirmeister aus Rheinhausen versteht es, mit ihrer Kamera zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. In der „Galerie im Amt“ zeigt sie 30 großformatige Fotos zum Thema „Spiegelung“.

Buchholz..  Fotografieren ist die große Leidenschaft von Claudia Schirmeister. Im vorigen Jahr zeigte sie eine Auswahl ihrer Aufnahmen im Bezirksamt in Rheinhausen. Jetzt ist sie zu Gast im Obergeschoss des Bezirksamts am Sittardsberg. Der Titel ihrer dort zu sehenden 30 Fotos lautet: „Spiegelung“. Sie macht sich nämlich auch Spiegelungseffekte zunutze.

„Beim Fotografieren hält man ja meistens einen Moment fest, der so schnell nicht wiederkommt“, erläutert die Rheinhauserin. „Man muss dazu also zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.“

Der Turm in der Pfütze

Genau das war Claudia Schir­meister bei vielen der im Bezirksamt zu sehenden Bilder. Da gibt es in Moers, auf der Halde Rheinpreußen, eine überdimensionale Grubenlampe als Landmarke, die abends beleuchtet wird. „Um sie herum hatte sich, als meine Aufnahme entstand, eine Pfütze gebildet“, erzählt sie. Auf ihrem Foto spiegelt sich der leuchtende Turm darin.

Eine andere Aufnahme entstand an einem frühen Morgen vom Wehr des Ruhrdeichs aus, wo sich Kondensstreifen am Himmel so im Wasser spiegelten, als handele es sich um Eisschollen. „Das Foto entstand aber im Hochsommer“, berichtet die Fotografin. „Aber nur zu dieser frühen Stunde war das Wasser für dieses Spiegelbild ruhig genug.“

Zufallsbeobachtungen

Je nach Ziel macht sich Claudia Schirmeister mit Auto oder Fahrrad auf den Weg, meist früh am Morgen. Dann nimmt sie ihre hochwertige digitale Spiegelreflexkamera mit. Eher selten entstehen Aufnahmen auch auf ihrem Weg zur Arbeit. Die macht sie mit einer etwas einfacheren Kamera.

An ei­nem Sommermorgen entstand so eine Aufnahme. „Eigentlich“, erinnert sich die kaufmännische Angestellte, „wollte ich vom Rheindeich vor der Rheinbrücke der A 40 vor der Arbeit nur den Sonnenaufgang beobachten.“ Aber dann hatte sich auf einem Parkplatz davor eine große Pfütze gebildet, in der sich markante Spiegelungen des in Gelb getauchten Himmels ergaben. Ein willkommener Augenblick.

Entspannung beim Fotografieren

Es ist aber nicht nur das Wasser, dessen Effekte die 50-Jährige nutzt. In der gläsernen Fassade eines Bankenhochhauses in Frankfurt/Main etwa spiegelt sich der wolkenreiche Himmel. Claudia Schirmeisters Aufnahme besticht vor allem dadurch, dass sie die Kamera über Kopf nach oben hielt, als sie sie auslöste. Denn sie fotografiert auch gern Architektur, schleicht außerdem mit dem Makroobjektiv durch die Natur, um zum Beispiel Regentropfen stark vergrößert einzufangen. Außerdem haben es ihr Landschaften angetan.

„Für mich hat das Fotografieren ganz viel mit Entspannung zu tun“, sagt sie. „Denn ich kann dabei die Welt um mich herum vollkommen vergessen.“ Das motiviert sie immer wieder neu.