Ausgelassene Partys im Duisburger Süden

Der Altweiberball der KG Musketiere im Steinhof war bei den vielen Möhnen im Saal wieder ein voller Erfolg.
Der Altweiberball der KG Musketiere im Steinhof war bei den vielen Möhnen im Saal wieder ein voller Erfolg.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Möhnen sorgten im Steinhof und in der Aula des Mannesmann-Gymnasiums bei den Damensitzungen der KG „Musketiere“ und der KG „Alle Mann an Bord“ für Stimmung.

Huckingen..  Hexe, Hofdame und Katze liegen sich in den Armen und feiern gemeinsam die Weiberfastnacht. Nachdem auf der Arbeit schon sämtlichen Kollegen die Krawatten gekürzt wurden, gingen die Feiern für die Frauen am Donnerstagabend auf den Damensitzungen der Karnevalsgesellschaft „Musketiere“ im Steinhof und bei der „KG Alle Mann an Bord“ in der Aula des Mannesmann-Gymnasiums weiter.

Die Stimmung ist auf beiden Veranstaltungen ausgelassen. Es wird getanzt, gesungen, gegessen und gelacht. Egal, wo man hinsieht, überall sieht man ausgefallene bunte Kostüme. „An Karneval kann man einfach mal einen Tag lang blödeln und albern sein“, sagt die als Clown verkleidete Huckingerin Birgit Goede über den Reiz Karnevals.

„Wir haben heute ein bunt gemischtes Programm vorbereitet. Da sollte für jeden was dabei sein“, kündigt Monika Lehmann von den Musketieren im Steinhof an. Der erste Programmpunkt des Abends ist die Tanzgarde der Musketiere, bestehend aus vier Mädchen. Das Quartett überzeugt mit Radschlag und Handstand. „Ich finde es ganz gut, dass wir nur so wenige sind. Da hat man mehr Platz“, findet die 13-jährige Isabel Komor.

Wie sich anhand der Größe der Tanzgarde vermuten lässt, ist die KG Musketiere mit circa 70 Mitgliedern ein eher kleiner Verein. „Ich finde es aber bemerkenswert, dass man mit so wenig Aufwand viel erreichen kann“, ist Kurt Steinfort, passives Mitglied, auf seinen Verein stolz.

Das funktioniert wohl dank des Mottos der KG: „Einer für alle, alle für einen.“ Und nicht nur das Motto ist an die französischen Musketiere angelehnt, sondern auch die blauen Kostüme erinnern an die damaligen Truppen des Königs.

Die nächste Nummer ist Komiker Schmitz-Backes. Er verzaubert das Publikum mit Tricks und lässt ein rotes Tuch verschwinden und an den verschiedensten Körperstellen wieder auftauchen. Das Publikum bindet er mit ein und lässt es an jeder erdenklichen Stelle „Unglaublich“ rufen. Auch Komiker Kai Kramosta ist für den lustigen Teil des Abends verantwortlich. Er bezeichnet sich selbst als „Pfundskerl“ und nimmt sein Gewicht auf die leichte Schulter.

Die Steinenbrücker-Schiffermädchen haben immerhin 100 Kilometer Anfahrt auf sich genommen, um ihre tänzerischen Fähigkeiten vorzuführen. Die KG Rote Funken aus Stadtmitte und die Bands Alpenkölsch und Rhienstädter singen Schlager und Karnevalslieder und lassen die Menge beben und mitsingen. Die lautesten Schreie erhält aber Nummernboy Timo, der die folgenden Auftritte durch Hochhalten eines Schildes anzeigt und dabei immer mehr Kleidungsstücke ablegt.

Die Damensitzung war der Abschluss der Karnevalssession der KG Musketiere. „Dieses Jahr sind wir nicht auf dem Rosenmontagszug in Stadtmitte dabei. Das soll sich aber nächstes Jahr wieder ändern“, kündigt Mitglied Monika Lehmann an.