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Apfelsaft, echt lecker

03.10.2011 | 10:00 Uhr
Apfelsaft, echt lecker
Am Samstag, den 1.10.2011 fand ein Apfelfest für Kinder der Naturwerkstatt e.V., Zum Wambachsse 21, statt. Kinder und Eltern informierten sich über die Natur auf der Streuwiese und stellten selbst Apfelsaft her. Das Motto ;Apfelfest am Wambachsee;. rechts. Geschäftsführer Martin Scholz, Naturwerkstatt e.V. Foto: Udo Milbret/WAZ -FotoPool

Wedau.Martin Scholz hat eine Mission. Der 49jährige gebürtige Bochumer ist Diplom-Agrar-Ingenieur, hat in Kassel und Göttingen studiert und fast ganz nebenbei eine Unmenge Fachwissen rund um die Themen Natur und Umwelt, um Fauna und Flora gesammelt.

Dieses Know-How gibt der Neudorfer mit 14 Mitstreitern der vor neun Jahren gegründeten Naturwerkstatt an kleine und große Duisburger weiter. Am Sonnabend, zum Abschluss der Grünen Woche, war wieder so ein Tag: Mit 22 Kindern und Erwachsenen aus Duisburg und Mülheim erkundete der Leiter der Naturwerkstatt die Geheimnisse der Streuobstwiese.

Die Grüne Woche war für Martin Scholz insgesamt ein voller Erfolg: Sage und schreibe rund 500 Duisburger Schülerinnen und Schüler führte der Naturkundler unermüdlich durch verschiedene Grünflächen der Stadt, erklärte ihnen vor Ort heimische Tiere und Pflanzen. Auch am Sonnabend zeigte Martin Scholz seinen Besuchern die Besonderheiten der Kulturlandschaft Streuobstwiese, die für den gesamten Niederrhein so typisch ist. „Die Streuobstwiese ist eine alte Form des Obstanbaus. Obstbäume werden hier unregelmäßig auf Wiesen gepflanzt – wie gestreut. Es geht mir darum, diese Kulturlandschaft bekannt zu machen. Die Kinder sollen erfahren, dass man Streuobstwiesen auch als Vieh- und Mähweiden nutzt. Sie sollen auch die Weisen pflegen. Die Bienen benutzen diese Wiesen als Nektarquelle.“

In Duisburg gibt es diese besonderen Obstwiesen zum Beispiel in den Rheinauen Walsums und Friemersheims, auch in Neudorf.

Bei strahlendem Sonnenschein unter einem leuchtend blauen Himmel durchstreifte Scholz eine dieser Wiesen am Ende des Wambachsees, ganz in der Nähe des Forsthauses, sammelte mit seinen Gästen rund 40 Kilo Äpfel, Fallobst, das noch genießbar war. Die Kinder, Jungen und Mädchen, fingen bei der Gelegenheit mit so genannten Flaschenlupen auch zahlreiche Insekten ein, die ihnen Fachmann Scholz sachkundig erklärte: Spinnen, die es zu dieser Jahreszeit besonders reichlich gibt, Grashüpfer, Marienkäfer, Wanzen, Bienen; Wespen und Raupen. Der achtjährige Duisburger Tobias strahlte: „Das macht Spaß und ist interessant. Hier lernt man auch viel!“

Zum Abschluss feierte Martin Scholz mit seinen Gästen ein zünftiges Apfelfest am grünen Bauwagen der Naturwerkstatt, der ein paar Schritte vom Forsthaus entfernt auf einer Lichtung im Wald steht. Erwachsene halbierten die gesammelten Äpfel, die die Kinder anschließend mit Martin Scholz in einem Häckselgerät mosteten und in eine Presse füllten. Heraus kam naturtrüber Apfelsaft, den sich alle Besucher bei einer Kostprobe schmecken ließen.

Martin Krampitz

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