Anwohner empfinden Industrie nicht als störend

Süd..  Angehende Stadtplaner, Studenten der Universität Dortmund, wollen wissen, wie es sich im Umfeld der Hüttenwerke lebt. Dazu befragten sie in den letzten Wochen Anwohner, Mitglieder von Kirchen, Sport- und Bürgervereinen, Kleingärtner und Vertreter der Industrie.

„Die Nähe zur Industrie wird allgemein akzeptiert. Sie wird nicht als störend empfunden, man hat sich daran gewöhnt“, so das erste Fazit, das Student Johannes Gossens zieht. Die positive Einstellung zu den rauchenden Schloten hängt wohl damit zusammen, dass HKM bzw. der Vorgänger für viele Anwohner Arbeitgeber ist oder war. Darüber haben die Stadtplaner den Eindruck gewonnen, dass speziell HKM an einer guten Kommunikation mit den Anwohnern interessiert ist.

Sorge um die Gesundheit treibt offenbar niemanden um, die durch die ehemalige Metallhütte Duisburg verseuchten Böden etwa wurden gegenüber den Studenten nicht erwähnt.

Von dem Projekt Duisburg 2027 hatte kaum jemand gehört und folglich auch keinen Gedanken daran verschwendet, wie Leben und Arbeiten in der Stadt im Jahr 2027 aussehen könnte, welche Veränderungen wünschenswert wären.

Die Ergebnisse der Umfrage werden jetzt ausgewertet und sollen Anfang März dem Amt für Stadtplanung vorgestellt.