Anlieferung läuft jetzt reibungslos

Durch den neuen Kreisverkehr im Bereich von Tor 3 läuft der Lkw-Verkehr auf dem HKM-Gelände reibungslos. Es werden Rückstaus bis auf die Mannesmannstraße vermieden. Dadurch wird eine Gefahrenquelle beseitigt.
Durch den neuen Kreisverkehr im Bereich von Tor 3 läuft der Lkw-Verkehr auf dem HKM-Gelände reibungslos. Es werden Rückstaus bis auf die Mannesmannstraße vermieden. Dadurch wird eine Gefahrenquelle beseitigt.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Durch den neuen Kreisverkehr am HKM-Tor 3 sollen Rückstaus bis auf die Mannesmannstraße vermieden werden. Gefahrenquelle beseitigt

Hüttenheim..  Ein Laster nach dem anderen passiert die Schranke, mehr als 20 Brummis in der Stunde fahren aufs Gelände der Hüttenwerke Krupp Mannesmann. Viele kommen mit leerer Ladefläche, sie wollen Schlacke und Hüttensand bunkern. Andere bringen Bauteile oder Zusatzstoffe für die Hütte. Bisher kam es an Tor 3, der Lkw-Zufahrt in Richtung Ehingen, öfter zu Rückstaus bis auf die Mannesmanstraße. Das soll jetzt vorbei sein. Für rund eine Million Euro hat HKM die Zufahrt erweitert.

Der Stahl verlässt das Hüttenwerk meist per Schiff oder per Bahn. Dass Hüttensand direkt mit dem Frachter nach Brasilien verschickt wird, ist eher die Ausnahme. Sand und Schlacke, die bei der Stahlproduktion anfallen, werden in der Regel auf Lastern transportiert. Die Straßenbauer aus der näheren und weiteren Umgebung nutzen das Material als Untergrund, bevor die Asphaltdecke aufgetragen wird.

Schlacke als Untergrund für Straßen

Schlacke und Sand von HKM lagern auf dem Abschnitt zwischen Kokerei und Hüttenwerk, in unmittelbarer Nähe von Tor 3. Die Lkwfahrer laden das Baumaterial auf, fahren damit zur Waage und verlassen das Gelände wieder. Profitabel ist der Verkauf von Schlacke und Sand vor allem, wenn die Bauindustrie brummt. „Das ganze ist auf jeden Fall immer ein sinnvoller Kreislauf“, so Franz Scheben, der Leiter der Immobilienabteilung.

Das Beladen dieser Nebenprodukte lief nicht immer reibungslos, in gewissen Zeiten staute es sich massiv bis auf die Straße hinaus. „Vor allem für die Linksabbieger war das mitunter problematisch. Die Fahrer konnten bei der Ausfahrt vom Werksgelände die Straße nicht richtig einsehen, wenn es sich staute. Zum Glück ist nie etwas passiert“, sagt Scheben.

Es laufe jetzt alles viel entspannter. Die Zufahrt wurde erweitert, ein Kreisverkehr angelegt und zusätzliche Stellplätze geschaffen. „Außerdem haben wir die Fahrbahn aus dem schmutzigen Produktionsbereich heraus verlegt“, erklärt Bauleiter Matthias Hollenborg. Das bedeutet, dass die Reifen der Laster sauber bleiben und die Mannesmannstraße nicht mehr so stark verschmutzen.

1,5 Mio Euro für Instandhaltung

Hollenborg ist für das Straßennetz auf dem Werksgelände zuständig, insgesamt 28 Kilometer. „Wir geben allein für die Instandsetzung der Straßen 1,5 Mio Euro im Jahr aus.“ Und die Straßenreinigung kostet 30 000 Euro im Monat.

Für HKM ist 2015 das Jahr der Tore. Zur Zeit wird Tor 1, das bisherige Haupttor, zum reinen Fußgängereingang umgebaut. Das neue PKW-Tor 2 ist schon einige Wochen in Betrieb, der Verkehr dort läuft reibungslos.