An der Schmerzgrenze
16.02.2010 | 11:38 Uhr 2010-02-16T11:38:00+0100Die drei Eisenbahner Sportvereine im Süden protestieren jetzt gegen die Sparmaßnahmen der Stadt.
35 Projekte umfasst die Wunschliste aus dem Bezirk Süd für das Konkunkturpaket II
35 Projekte umfasst die Wunschliste aus dem Bezirk Süd für das Konjunkturpaket II der Bundesregierung, darunter nur fünf reine Sportprojekte: die Kunstrasen- Plätze für Viktoria Buchholz (700 000 Euro) und den SV Wanheim (600 000 Euro), dazu Sanierungsarbeiten bei TuS Mündelheim (100 000 Euro), an der Sporthalle Süd (135 000 Euro) und bei der Großenbaumer Sport-Gemeinschaft (26 000 Euro). So schnell, wie die Stadtverwaltung die Liste zur Jahreswende 2008/09 durch die Gremien peitschte, konnten die Bezirksvertreter sich gar nicht darüber klar werden, dass das leider nur kurzzeitig von der SPD verfolgte Ziel - die energetische Sanierung statt der Leuchtturmprojekte - die jetzige Diskussion erspart hätte: Nach einer solchen Sanierung sämtlicher Sportanlagen hätte die Kürzung der Unterhaltungspauschale dank Energieeinsparung den meisten Vereinen wohl nicht mehr weh getan. Bezeichnend ist nur, dass CDU-Vertreter diese Diskussion damals nicht führen wollten – und jetzt auch wieder nicht.
Die drei Eisenbahner-Sportvereine im Süden schlagen Alarm. Das Bezirksamt hat ihnen mitgeteilt, dass die so genannte Unterhaltungskostenpauschale der Stadt für 2010 wegen der Haushaltskrise nicht ausgezahlt werden kann. Beim ETuS Bissingheim mit seinen zur Zeit 1062 Mitgliedern wären das 13 000 Euro gewesen. „Wir haben unseren Jahresetat längst beschlossen”, so Vorsitzender Jürgen Pannek.
Mit der Pauschale aber sollte der Vereinsetat (Volumen: 136 000 Euro) mit einem leichten Überschuss von 1000 Euro abschließen. Ohne sie wird es jetzt ein Minus von 12 000 Euro. Nur mit einer Beitragserhöhung von fünf auf sechs Euro pro (erwachsenem) Mitglied und Monat ließe sich die Lücke schließen.
Für Pannek handelt es sich um den dritten „Nackenschlag” durch die Stadt. „Wir sind schon beim Konjunkturpaket II nicht bedacht worden”, sagt er. So habe er einen Zuschuss für die Sanierung der Heizung beantragt. 15 000 Euro wendet Bissingheim jährlich für Heizöl auf, weitere 8000 Euro für Strom.
Mit der Umstellung von Öl auf Gas, ist er sicher, hätten alleine die Heizkosten auf etwa 5000 Euro im Jahr gesenkt werden können. Aber laut Stadt, so Pannek, seien die Die drei Eisenbahner-Sportvereine im Süden schlagen Alarm. Das Bezirksamt hat ihnen mitgeteilt, dass die so genannte Unterhaltungskostenpauschale der Stadt für 2010 wegen der Haushaltskrise nicht ausgezahlt werden kann. Beim ETuS Bissingheim mit seinen zur Zeit 1062 Mitgliedern wären das 13 000 Euro gewesen.
„Wir haben unseren Jahresetat längst beschlossen”, so Vorsitzender Jürgen Pannek. Mit der Pauschale aber sollte der Vereinsetat (Volumen: 136 000 Euro) mit einem leichten Überschuss von 1000 Euro abschließen. Ohne sie wird es jetzt ein Minus von 12 000 Euro. Nur mit einer Beitragserhöhung von fünf auf sechs Euro pro (erwachsenem) Mitglied und Monat ließe sich die Lücke schließen. Für Pannek handelt es sich um den dritten „Nackenschlag” durch die Stadt. „Wir sind schon beim Konjunkturpaket II nicht bedacht worden”, sagt er. So habe er einen Zuschuss für die Sanierung der Heizung beantragt.
15 000 Euro wendet Bissingheim jährlich für Heizöl auf, weitere 8000 Euro für Strom. Mit der Umstellung von Öl auf Gas, ist er sicher, hätten alleine die Heizkosten auf etwa 5000 Euro im Jahr gesenkt werden können. Aber laut Stadt, so Pannek, seien die für die städtischen Sporthallen rechnet er auch noch. Dabei hätten die Wedauer ihre Heizkosten durch Sanierungsarbeiten schonum5000 Euro reduziert.
„Wir sind an der Schmerzgrenze angekommen”, so von Gersum. Ehefrau Christa, Geschäftsführerin des Vereins, gibt zu bedenken, die Zeiten der Unterstützung durch die Bahn seien vorbei. Auch der etwas kleinere Eisenbahner- Sport-Verein Großenbaum (ESV, 639 Mitglieder) kommt laut Vorsitzendem Hubert Tillmann jetzt um eine Beitragserhöhung um 2200 Euro nicht herum. Jedes dritte Mitglied beim ESV ist Kind oder Jugendlicher. „Wir fühlen uns ungleich behandelt”, bilanziert von Gersum. Erst werde man beim Konjunkturpaket übergangen. Dann greife die Stadt einem angeschlagenen Verein wie „Tura ’88” in Neudorf unter die Arme. Und schließlich würden Vereine, die städtische Bezirkssportanlagen gepachtet hätten, auch noch besser gestellt.
Vier Ratsmitglieder waren zum Gespräch eingeladen. Es kamen Werner von Häfen und Dieter Lieske (beide SPD).Die CDU-Vertreter Brigitte Parlo und Peter Griebeling hätten abgesagt, hieß es.
10:48
@Joe_Shortbone
Wie das Fähnchen im Winde. Hier mal ein Auszug eines Kommentar von Ihnen zum Thema Konjunkturpaket vom November.
Das schlimme sind doch nicht allein die ausbleibenden Zuschüsse: Schlimmer ist die Festlegung der Politik auf fragwürdige Prestige-Projekte wie Kunstrasenplätze - anstatt wirtschaftlich sindvoll mit dem Geld jedem Verein im Rahmen von Möglichkeiten der erneuerbaren Energien, z.B. Solar-, Fotovoltaik- oder Erdwärmeanlagen zu helfen.
#7 von Joe_Shortbone, am 29.11.2009 um 00:10
Jetzt lieber doch nichts für Sportvereine und lieber das Geld in den Straßenbau. !!!! Ist bei Ihnen vor der Tür durch den Frost die Straße kaputt?
Es geht hier mehr als nur um eine Heizung oder ein Fußballplatz. Unsere Kinder sind im Verein wohl besser aufgehoben als auf einer schönen neuen Straße. Hier können Sie was für Ihre Gesundheit und fürs Leben lernen. Freundschafften pflegen, Niederlagen akzeptieren, Erfolge feiern.
Das braucht unsere Gesellschaft.
Das andere lernen unsere Kinder auf der Straße von ganz allein. Kann man ja jeden Tag in der Zeitung lesen.
Lieber OB. Richte lieber ein Spendenkonto für den Sport in Duisburg ein. Das braucht unsere Jugend und nicht ein Partytag im Jahr mit der Liebesparade
15:59
Da ist im Artikel aber einiges Durcheinander geraten und verschluckt worden. Könnte das mal richtig gestellt werden, bitte?
Da stellt sich als Nicht-Sportler doch die Frage warum es drei Eisenbahnervereine geben muss. Können die nicht fusionieren und so Einsparungen erzielen? Und wenn der eine Verein eine Investition in drei Jahren armotisieren kann, warum wird die dann nicht längst umgesetzt? Wieso muss immer der Steuerzahler dafür aufkommen? Mir sind vernünftige Straßen lieber als Kunstrasenplätze oder isolierte Dächer von Clubhäusern!
12:54
Die Politik in Duisburg will doch hier mal wieder die Vereine gegeneinander ausspielen um selber mit einem Blauen Auge davon zu kommen!
Tura wurde mit einem Zuschuss von ca. 50.000€ bedacht,und im Duisburger -Norden sind auch bereits 2 Kunstrasenplätze eingeweiht worden und nun ist kein Geld mehr da weil H.Sauerland und seine Gang falsch geplant haben!Nun sollen die Kinder dafür Bluten und mehr Beiträge bezahlen ,ich würde mich schämen! Die Frage stellt sich wieviel Vereine denn das Jahr 2010 überstehen ....es bleibt doch nur übrig zu Fusionieren um nicht In Insolvenz zu gehen ,daß kann aber auch nicht der Weg sein!!!Also StadtVÄTER ,laßt euch mal was einfallen.....