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Alternativen zum Gameboy

03.07.2009 | 12:35 Uhr

Viele kinder kennen nur noch elektronische Spiele

Für eine Partie „Zicke Zacke Hühnerkacke” hat Harald Schrapers immer Zeit. Er spielt leidenschaftlich gerne - mit seiner Tochter (11) und bald vielleicht auch mit seinem Sohn (erst zwei Jahre alt). Das bekannte Kinderspiel gilt für ihn zu Recht als echter Klassiker. Und er kennt wirklich viele schöne Brett- und Kartenspiele. Denn: „Ich schreibe seit 1991 nebenberuflich Spielebesprechungen für eine Fachzeitschrift und für das Internet. Seit etwa sieben Jahren rezensiere ich auch Kinderspiele”, erzählt er.

Nicht nur die liebe Familie, auch Nachbarn, Freunde und andere Spielefans holt der 44- Jährige immer wieder mal zusammen - weil er von den einschlägigen Verlagen regelmäßig die neu erschienenen Spiele zugeschickt bekommt, die er dann bewerten kann und soll. Als Schrapers vom Verein „Spiel des Jahres e.V.” gefragt wurde, ob er in der sechsköpfi- gen Jury für die Wahl des Kinderspiels des Jahres mitmischen wolle, sagte er gleich zu. Rund 50 Neuerscheinungen galt es zu testen. „Viele habe ich mit den Kindern der Spiele- AG, die ich in der Grundschule Lauenburger Allee anbiete, ausprobiert”, berichtet der Großenbaumer. „Viele Kinder kennen nur den Gameboy. Ich möchte ihnen zeigen, dass auch Brett- und Kartenspiele sehr sehr spannend sind”, sagt er.

Der Spielefreak - hauptbe- ruflich als Mitarbeiter einer Bundestagsabgeordneten tätig - verfolgt mit seinem ehrenamtlichen Engagement ein ganz bestimmtes Ziel: „Es gibt Alternativen zum Gameboy. Jedes Jahr kommen wieder neue und bessere Brett- und Kartenspiele heraus. Das möchte ich den Kindern vermitteln”, sagt Harald Schrapers und fügt hinzu: „Das Spielen bringt die Generationen an einem Tisch zusammen. Und es fördert die Konzentrationsfähigkeit der Kinder.” Was sein Lieblingsspiel ist, verrät der Schimanski-Fan (er entwarf und pflegt seit 1996 eine Schimanski-Homepage im Netz) natürlich auch: „Die Siedler von Catan”.

Andrea Müller

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