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Alte Hasen statt junges Gemüse

21.02.2012 | 14:36 Uhr
Alte Hasen statt junges Gemüse
Das Jobcenter Duisburg informiert im Haus der Unternehmer am 25.01.2012 unter dem Motto " Alte Hasen statt junges Gemüse". Prof. Dr. Christian Stamov-Roßnagel von der Jacobs Universität Bremen referiert. re. Norbert Maul Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool

Süd. Die Vorurteile gegenüber älteren Arbeitnehmern sind fest zementiert. Sie lauten: Ältere sind nicht so stark belastbar, die Gefahr, dass sie wegen Krankheit ausfallen, ist zu groß. Ältere sind unflexibel und kaum lernfähig.

Das Jobcenter versuchte jüngst bei einer Veranstaltung im Haus der Unternehmer unter dem Motto „Alte Hasen statt junges Gemüse“ mit diesen gängigen Klischees aufzuräumen. Immerhin besteht die Hoffnung, dass sich in Anbetracht der demografischen Entwicklung das Blatt zugunsten älterer Arbeitnehmer wenden wird.

Dabei kann die Generation 50plus durchaus punkten, etwa mit Lebens- und Berufserfahrung. Außerdem sind Ältere oftmals besonders zuverlässig. Und gerade ältere Kunden lassen sich oft lieber von alten Hasen beraten.

Im Rahmen des Modellprojekts „Perspektive 50plus“ gelingt es dem Duisburger Team, jährlich über 300 Bewerber jenseits der 50, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu vermitteln. Das macht bei rund 1200 Kunden eine Erfolgsquote von 25 % aus. Zur Zeit haben besonders Facharbeiter aus dem Bereich Metall und Elektro gute Chancen.

„Perspektive 50plus“ wurde vom Bundesministerium für Ar­beit und Soziales aufgelegt, um die Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser zu verbessern. „Der Kontakt ist sehr intensiv. Wir sehen unsere Kunden alle drei Wochen. Wenn’s drauf ankommt, fahren wir auch mit zum Bewerbungsgespräch“, so Andras Holok, einer von zehn Betreuern, die sich im Jobcenter Duisburg um die älteren Arbeitnehmer kümmern.

Die Mitarbeiter des Jobcenters versuchen, ihre Klienten psychisch aufzubauen. Holok: „Viele von ihnen haben zig Schlappen hinnehmen müssen“. Dazu wird PC- und Bewerbungstraining angeboten. Denn zahlreichen Arbeitsuchenden gelingt es nicht, sich bei Bewerbungen vorteilhaft zu präsentieren. „Das ist schade. Viele sind fachlich durchaus gut, bekommen aber gar keine Chance, das unter Beweis zu stellen, weil sie sofort aussortiert werden“, so Holok.

Info: Ältere Arbeitnehmer werden im Vermittlungszentrum „Fit for Job“, Königstraße 57, betreut. Infos unter www.jobcenter-duisburg.de/Service FitforJob.

Gabriele Beautemps

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Kommentare
22.02.2012
07:27
Alte Hasen statt junges Gemüse
von eiwoisserden | #1


klappern gehoert zum handwerk

herr maul
wie viele dieser vermittelten langzeitarbeitslosen " GRAUKOPFADLER " stehen nach

" AUSLAUF DER FÖRDERUNG "

wieder bei ihnen in der agentur fuer arbeit auf der matte ?????

tja
da schweigt des saengers hoeflichkeit
oder etwa nicht herr maul

;o(
.

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