AG 60plus blickt zurück und in die Zukunft

Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse (mit Mikrofon) entführte seine Zuschauer auf eine Reise, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichte.
Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse (mit Mikrofon) entführte seine Zuschauer auf eine Reise, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichte.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Auf ihrem Neujahrsempfang warf die SPD-AG 60plus die Zeitmaschine an: Ein Rückblick führte bis ins 19. Jahrhundert, ein Ausblick schaute nach 2027.

Großenbaum/Rahm..  Von Wohnformen im Alter bis zu Duisburg 2027: Auf der Neujahrsversammlung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus am Montag warf ein bunter Strauß von Themen Schlaglichter auf das abgelaufene wie auch auf das neue Jahr.

Einen Rückblick, der deutlich weiter zurückreichte als bis 2014, lieferte Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse. Er erinnerte an Zeiten, in denen der Altenbrucher Damm noch Karlstraße hieß; als die Firma Stocks produzierte, wo heute Real verkauft, und als der Rahmer Bach noch floss, wo heute der Verkehr auf der B 288 entlangrauscht. Auch etwas (damals) Futuristisches hatte ausgerechnet dieser visuelle Ausflug in vergangene Zeiten zu bieten: Ein Foto von einem Schienenzeppelin, der 1931 mittels Propeller- statt des zeitgemäßen Dampfantriebs durch den Großenbaumer Bahnhof zischte. Für Molder gab es an diesem Morgen ein für die Zeitzeugenbörse passendes, verspätetes Weihnachtsgeschenk: Einen Umschlag voller Fotos aus dem Neuenkamp der 50er Jahre nahm er entgegen.

Auf ein Geschenk hofft im neuen Jahr auch Norbert Broda. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende wünscht sich 2015 Geld für seinen Bezirk, „damit wir Vereine und andere Dinge unterstützen können.“ 2014 gab’s keins; beim Thema Haushalt habe es „nur die Entscheidung zwischen Pest und Cholera“ gegeben und deshalb am Ende statt der Streichungsliste eine erneute Erhöhung der Grundsteuer.

Lob gab’s vom Ortsvereinsvorsitzenden für die Vorsitzende der AG 60plus: „Ohne Charlotte (Kann, Anmerkung der Redaktion) würde hier nur noch die Hälfte gehen, und das seit Jahren.“

Broda blickte auch über 2015 hinaus in die Zukunft: Das Thema Duisburg 2027 betreffe den Süden besonders, „von der Verwaltung sind große Flächen für Wohnbebauung ausgewiesen worden, meistens in Natur- und Landschaftsschutzgebieten“, kritisiert er. Hier gibt es von Seiten der SPD einige Änderungswünsche. Im Bezirk Süd herrsche diesbezüglich Einigkeit; die Frage sei aber, ob es den vier Ratsherren der Süd-SPD gelänge, diese Meinung auch auf Stadtebene durchzusetzen – zumal keiner der vier Bezirksvertreter im Fraktionsvorstand sitze.

Arbeitsauftrag für die Bundespolitik

Mit Finanzen beschäftigte sich auch Bärbel Bas, Bundestagsabgeordnete für Duisburg, in ihrem Grußwort. „Sören Link sagt mir jeden Tag: ,Bring Geld nach Duisburg.’ Das ist ein Arbeitsauftrag, den ich mit nach Berlin nehme.“