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18 Duisburger Mediziner...

Ärzte gegen CO-Pipeline

05.07.2010 | 17:16 Uhr
Ärzte gegen CO-Pipeline
Unterschriftenaktion der Kinderärzte ,um auf die Gefahren der Pipeline aufmerksam zu machen. vl. Dieter Donner (Pressekoordinator der Initiative Stopp Bayer-Co-Pipeline), Dr. Gottfried Arnold (Kinderarzt aus Hilden und Initiator der Aktion) und Dr. Martin Terhardt (Obmann der Kinderärtze für den Kreis Mettman im Bundesverband der Kinder- und Jugenärzte). Fotos: Lars Heidrich

Hilden/Duisburg-Süd.Weitere Verbündete in ihrem Kampf gegen die Kohlenmonoxid-Leitung von Worringen nach Uerdingen hat nun die Bürgerinitiative „Stopp Bayer CO-Pipeline“ bekommen. Die­ter Donner, Pressesprecher der Initiativen in Monheim, Hilden, Langenfeld, Erkrath, Ratingen, Solingen und Düsseldorf, stellte eine Ini­tiative von Kinder- und Jugendärzten sowie Kinder- und Jugendpsychiatern vor, die in einem offenen Brief an Bayer, an alle Landtagsabgeordneten, den Ministerpräsidenten sowie Regierungspräsident Jürgen Büssow den Stopp des Projektes fordern, da die Folgen bei einem Unfall nicht zu handhaben seien.

Auch 18 Mediziner aus Duisburg ha­ben den Brief mit unterschrieben. Dr. Gottfried Arnold, Kinderarzt in Hilden, und Dr. Martin Terhardt aus Ratingen, Obmann der Kinderärzte für den Kreis Mettmann und im Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte, stellten gestern bei einer Pressekonferenz noch einmal klar, dass man das Gefühl der Bevölkerung, die sich durch die CO-Pipeline bedroht fühle, mehr als teile. „Ich habe eine solche Initiative, sich gegen ein Projekt zu stemmen, in meinem Leben noch nicht erlebt“, zollt Dr. Arnold allen Bürgerinitiativen ein dickes Lob. Die laufende Diskussion um den Allgemeinen Gefahren-Abwehr-Plan (wir berichteten) soll aus seiner Sicht nur davon ablenken, dass „bei einem Unfall an der Pipeline überhaupt keine Rettungsmöglichkeiten vorhanden sind.“ Und: „Bayer, die Politiker und die Feuerwehren wissen, dass bei einem Rohrbruch die Einsatzleiter ihre Retter bei Gefahr für Leib und Leben nicht in die Todeszone schicken dürfen“.

Dr. Terhardt ist als Obmann auch Präventionsbeauftragter. „Es gibt nur eine einzige Prävention, und die ist, dass die Pipeline nicht in Betrieb gehen darf.“ Aus der Sicht des Rettungsmediziners stehe bei Un­fällen mit Kohlenmonoxid nur ein kurzes Zeitfenster für die Rettung oder Behandlung zur Verfügung. Diese bestehe aus Sauerstoffgaben und/oder der Behandlung in Überdruckkammern.

Davon gibt es aber nur zwei in ganz Nordrhein-Westfalen. „Kohlenmonoxid-Vergiftungen sind fernab vom Alltag ei­nes Mediziners, also ist deren Behandlung kaum geübt. Sauerstoffflaschen helfen da auch nicht weiter, denn das CO haftet sich 200 mal intensiver an die roten Blutkörperchen an wie Sauerstoff“, er­klärt Dr. Arnold.

Bei einem Unfall mit CO seien vor allem Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder be­troffen, bei den Erwachsenen ferner Personen mit Asthmaerkrankungen. Deswegen kom­me der Protest der Mediziner auch aus dem Bereich der Kinder- und Jugendärzte, so Dr. Terhardt.

Bei der Suche nach Kollegen, die den offenen Brief un­terzeichnen, wurden die Ärzte zu 99 Prozent fündig. Dr. Arnold: „Je näher man allerdings nach Leverkusen kommt, desto schwieriger wird es, die Kollegen zu überzeugen. In der Sache stimmen sie zwar sofort zu, durch Verbindungen zum Bayer-Konzern gibt es aber eine passive Haltung!“

Abschließend Pressekoordinator Dieter Donner: Der Protest der Kinder- und Jugendärzte ist ein weiteres Signal, das Projekt zu stoppen. Ende 2007 sollte die Pipeline fertig sein, heute ist sie immer noch nicht betriebsbereit und wir werden verhindern, dass sie irgendwann in Betrieb gehen wird.“

Florian Müller

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Kommentare
06.07.2010
14:03
Ärzte gegen CO-Pipeline
von J. Dean | #2

10-15 Personen? Das reicht doch für die Politebene...

06.07.2010
12:46
Ärzte gegen CO-Pipeline
von Das ist das Ende | #1

Helfen tut nur eine Druckkammer und Plätze gibt es vieleicht für 10 - 15 Personen.

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