200 Jungs jubeln den Schiffermädchen zu

Huckingen..  Auf feine Bedienungsrituale konnten die Jungs im Steinhof verzichten. Wenn zu Karneval „Herrensitzungen“ auf dem Programm stehen, geht es bekanntlich auf und vor der Bühne eher rustikal zu. So stand das „Kö-Pi“ kistenweise an den Tischen der rund 200 männlichen Gäste, die der Einladung der KG Musketiere zur Herrensitzung gefolgt waren.

In diesem Jahr fand die karnevalistische Männersause – traditionell wurde sonst am Sonntagvormittag gefeiert– zum ersten Mal am Abend statt. „Der Versuch hat sich gelohnt“, zeigte sich Musketier Udo Lehmann, der die Bierkästen mit der Sackkarre stapelweise durch den Saal manövrierte, mit der Resonanz zufrieden. Der eifrige „Bierschlepper“ war auch ein wenig stolz, was seine erst vor 17 Jahren gegründete Karnevalsgesellschaft so auf die Beine stellt. Rund 70 Mitglieder halten nach dem Motto ihrer historischen Vorbilder „Einer für alle, alle für einen“ zusammen; freuen würden sich die Musketiere allerdings noch über weitere Aktive, denn die vereinseigene Tanzgarde könnte noch gut junge Tänzerinnen und Tänzer gebrauchen.

Präsident André Kolks führte als Sitzungspräsident durchs Programm; sehr hilfreich zur Seite stand ihm dabei das Nummerngirl. Diese Aufgabe im Steinhof hatte die flotte Blondine Chaya übernommen, der es von Programmpunkt zu Programmpunkt offensichtlich immer wärmer wurde und die darauf auch vernünftigerweise kleidungsmäßig entsprechend reagierte.

Das Programm konnte sich sehen lassen. Dazu gehörte Bauchredner Fred von Halen, der mit seinem Vogel Aki witzige Zwiegespräche führte. Dabei hatte der freche „Aki“ die Lacher auf seiner Seite, wenn er seinen „Meister“ fragte, ob er denn „nach dem Sex auch dusche“. Die prompte Antwort „Aber natürlich“. Aki kommentierte trocken: „Dann solltest du öfter Sex haben.“

Das Highlight war das Tanzcorps „Steinenbrücker Schiffermädchen“, die mit ihren akrobatischen Tanzdarbietungen die Herzen der Jungs im Sturm eroberten. Am liebsten wollte „Mann“ die fliegenden Mädel bei ihrem umjubelten Auftritt gar nicht mehr von der Bühne lassen.