111 Gründe gegen das Kraftwerk
08.06.2010 | 16:50 Uhr 2010-06-08T16:50:00+0200
Süd.Wie der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Niederrheinische Umweltschutzverein (NUV) in Krefeld und die Duisburger Bürgerinitiative Saubere Luft mitteilen, können noch bis zum Montag, 28. Juni, bei der Bezirksregierung Düsseldorf Einwendungen gegen das geplante und auch aus Sicht des Duisburger Südens höchst umstrittene Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld vorgebracht werden. Ein erster Erörterungstermin steht auch bereits fest, am Montag, 20. September, findet dieser im Krefelder Seidenweberhaus mit Behörden und der Antragstellerin Trianel statt.
Für die Erstellung einer Einwendung gegen den Antrag bieten die Kraftwerksgegner eine besondere Art der Hilfestellung an. Mit einem „Einwendungsgenerator“ auf der
gemeinsamen Aktionshomepage www.nicht-verkohlen.de/gute-gruende kann sich der Einwender nun aus 111 vorgefertigten Kritikpunkten individuelle Begründungen für die Ablehnung des Projektes heraussuchen, kann diese markieren und bekommt zum Schluss ein individuell nach seinen eigenen Einwendungen gestaltetes Schreiben, dass man dann an die Düsseldorfer Bezirksregierung schicken kann. „Wir haben uns durch die neun Aktenordner umfassenden Antragsunterlagen gewühlt und 111 gute Gründe gegen das Kohlekraftwerk herausdestilliert“, sagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des Bund in NRW. Jetzt seien die Bürgerinnen und Bürger gefordert, die Kritik in das Genehmigungsverfahren einzubringen.
Grundrechte
„Eine Genehmigung des Kohlekraftwerks würde massiv gegen die Grundrechte der Betroffenen verstoßen“, ist sich Kerstin Ciesla, Co-Sprecherin der BI Saubere Luft und des Bund in Duisburg, sicher. Eine ablehnende Haltung gegen das Projekt hat bereits die Bezirksvertretung Süd sowie der Rat der Stadt Duisburg signalisiert.
0mitdiskutieren