Sturmschäden blieben überschaubar

155 wetterbedingte Einsätze verzeichnete die Polizei bis zum gestrigen Nachmittag, auch die Duisburger Feuerwehr musste wegen des Sturmtiefs „Niklas“ am Dienstag über 100 Mal ausrücken. Am Mittwoch entspannte sich die Lage dann deutlich. Eine andere Branche hatte aber viel zu tun: die Dachdecker.

„Unser Betrieb ist ungefähr zehn bis 15 Mal zu Reparaturen rausgefahren, die sturmbedingt waren“, erzählt Udo Rosenstengel, der mit seinem Unternehmen in Duissern ansässig ist. Rosenstengel ist gleichzeitig Obermeister der Dachdecker- und Zimmerer-Innung, der 70 Betriebe in ganz Duisburg angeschlossen sind. „Wenn man diese Zahl hochrechnet, ist das schon ein riesiger Haufen.“ Von besonders großen und schwierigen Einsätzen seiner Dachdecker-Kollegen habe er bis gestern allerdings nichts gehört.

Doch mussten einige dringende Reparaturen noch während des windigen Wetters erledigt werden, erzählt Rosenstengel. „Wir arbeiten im Dienste des Kunden, da können wir die Dächer ja nicht offen stehen lassen. Deshalb sind wir gestern bei Regen und Sturm schon rausgefahren.“

Nach dem Orkan „Ela“ am Pfingstmontag 2014 hätten die Dachdecker allerdings wesentlich mehr zu tun gehabt. „Dieses Mal waren es ein paar Quadratmeter Ziegel oder Mauerabdeckungen, die heruntergefallen sind, keine großen Sachen“, sagt Rosenstengel. „Die Dachdecker hier leisten ja gute Arbeit, da bleiben die Ziegel sitzen und fliegen nicht so schnell weg.“