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App-Entwicklung

Studenten der Uni Duisburg-Essen entwickeln Agenten-App

29.05.2013 | 10:00 Uhr
Funktionen
Durch die Ausstellung Top Secret - Die geheime Welt der Spionage in Oberhausen kann man jetzt auch per Handy auf Agentenjagd gehen.Foto: Gerd Wallhorn

Duisburg.  18 Studenten der Uni Duisburg-Essen haben eine App entwickelt, mit der man im Top-Secret-Museum in Oberhausen auf Agentenjagd gehen kann - sozusagen eine Weiterentwicklung der früheren Audio-Guides. Bei dem Projekt war sowohl technisches, als auch geschichtliches Wissen gefragt.

Die Idee hatte Adam Giemza schon länger im Kopf: Warum nicht auf die herkömmlichen Audio-Guides, mit denen man per Kopfhörer etwa durch Museen geleitet wird, noch interaktiv eins draufsatteln? In seiner Doktorarbeit entwickelte der wissenschaftliche Mitarbeiter der Uni Duisburg-Essen „Mobilogue“, eine Applikation für Smartphones zum mobilen Lernen an verschiedenen Stationen. Der Duisburger Zoo war dafür ein erstes Experimentierfeld.

Jetzt haben 18 Studenten ein Semester lang auf dieser Basis für die Ausstellung „Top Secret – Die geheime Welt der Spionage“ in Oberhausen eine solche App entwickelt. Über QR-Codes, also diese kleinen quadratischen Striche-Sammlungen, die einen schnellen Weg zu einer Internet-Seite weisen, kann man sich jetzt in drei verschiedenen Szenarien als Agent durch die Ausstellung bewegen - etwa undercover mit perfekter Tarnung oder als Jäger eines Agenten. Geeignet ist das Angebot ab zwölf Jahren.

Sinnvoll ausprobieren

„Für uns sind solche Praxis-Projekte absolute Win-Win-Situationen“, erzählt Senior-Projektleiter Nils Malzahn vom Lehrstuhl für Lernunterstützende und kooperative Systeme. Das Produkt Mobilogue kann sinnvoll ausprobiert werden, die Erkenntnisse fließen in die Promotion ein. Die Studenten können schon im Studium die Arbeit mit Kunden trainieren sowie zielorientierte Projektarbeit (bei 18 Teilnehmern eine Herausforderung) - und bekommen am Ende einen Leistungsnachweis.

Umfangreiches Wissen war bei dem Projekt gefragt: Neben den offensichtlichen technischen Kompetenzen für die Handy-Programmierung ging es auch darum, inhaltlich geschichtlich korrekt zu arbeiten, eine verständliche, ansprechende und logische Medien-Darstellung zu erarbeiten sowie die Museumsbesucher dazu zu motivieren, am Ball zu bleiben.

Zehn der 18 App-Entwickler schreiben Bachelor-Arbeit rund um das Thema

Dafür war neben allgemeinem Know-How das Wissen aus zwei Studiengängen nötig - aus der Angewandten Informatik der Schwerpunkt Medien-Informatik sowie aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft der Schwerpunkt Medien-Psychologie.

Offenbar hat das Uni-Team zur allseitigen Zufriedenheit die Aufgabe gemeistert. Es geht jedenfalls weiter: „Wir entwickeln jetzt zusätzliche Mitnahme-Effekte für Lehrer.“ Wer seinen Wandertag ins Museum verlagert und es inhaltlich in den Unterricht einbetten will, soll später mit seiner Klasse etwa auf Fotos zurückgreifen können. Genauere Details werden in diesem Semester erarbeitet. Und zehn der 18 Agenten-App-Entwickler bauen jetzt auch ihre Bachelor-Arbeiten rund um das Thema.

Top Secret

 

Annette Kalscheur

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